Spottdrossel

Im Jahr 2009 bleibt das hier weiterhin stricknadelfreie Zone. Die Spottdrossel sitzt in bewährter Weise auf ihrer Stromleitung, krächzt so über dies und das, und wenn andere seltsame Vögel vorbeigeflogen kommen, sind sie herzlich eingeladen, mitzukrächzen. Sonst fühlt sich das an wie bei einem Handygespräch, wo einer der Beteiligten nicht zu verstehen ist, und wie nervig das ist, wird wohl jeder wissen. Daher: jeder, der die Rächtschraibunk noch einigermaßen beherrscht und alt genug ist, die Funkion von Großbuchstaben zu kennen, darf hier gerne kommentieren. Neumodisches Internet"deutsch" ist nicht so mein Fall, da steht mir das Gefieder senkrecht.

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Spottdrossel
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Simone:
Federverlängerung + Färben?
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Moni:
Hoffen wir mal das die Wunden nicht all zu sc
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Wusel:
Hach - irgendwie ist ja immer was los und sog
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Helga:
ohne Hühner wäre das Leben langweilig!!!
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Moni:
Na kalr, hättest DU sie nicht verbannt würde
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Moni:
WOW da hattest DU ja ganz schön Abenteur und
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Moni:
Irgendwie muss einer immer der Böse sein, vol
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Moni:
Hmmm das ist dann die Frage, kann man die arm
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Moni:
Kein Kommentar, ich mutiere gerade zum Schmun
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Moni:
Och das sind doch jetzt wirklich mal gute Nac
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Messer-Schaf
Ich liebe Deine Bilder und Berichte und hungere sehnsüchtig nach määääährrr.... :(
5.10.2011-12:55
Golibri
Ich fühle mich auch verloren, in einem glitzernden Wald voller Plastikblüten, die mich nicht zu nähren vermögen.

Weiter so :)
21.3.2010-1:47
Klatze
*Klopfklopf* jemand zuhause?
Lange nichts von der Spottdrossel gelesen :(
*in den Bürzel kneif* :nase:
20.1.2010-21:31
Tasha
ne, also ich kann immer noch nicht. ich komme nicht durch die capcha :(
aber gut zu wissen, dass ich nicht zu blöd bin!
21.8.2009-18:09
Tasha
Sag mal, bin ich nur zu blöd? Wieso kann ich denn bei dir keine Kommentare mehr abgeben?
:(
21.8.2009-9:14

Attentat auf Hühnchen

Obwohl wir heute mehr Bilderbuchwetter als Unwetter hatten, mußte ich wegen meinem Fitneßstudio-Testlauf heute den Garten links liegen lassen und mich mit Roman auf der Couch parken.
Obwohl der Roman spannend war mußte ich mir noch einen Mittagsschlaf genehmigen und grade, als ich relativ unwillig versuchte, mein Hirn wieder hochzufahren, höre ich Hundegebell.
Es hört nicht auf, stattdessen ertönt noch Alarmgegacker.
JETZT bin ich wach.
Hechtsprung ans Fenster, ein großer, brauner Hund ist auf der Hühnerwiese.
Quasi in Lichtgeschwindigkeit bin ich in den Gummistiefeln und durch den Garten gerast.
Oben am Tatort sehe ich den Hund über ein Huhn gebeugt, drumherum ein paar Quadratmeter schwarze Federn.
Das Huhn liegt mit den Füßchen nach oben und wird vom Hund begeistert abgeleckt.
Ich bin weniger begeistert, packe den Hund am Halsband und versohle ihm erstmal den Arsch.
Er mag mich trotzdem - soviel zu meiner Hundepädagogik.
Ich schleife den Übeltäter hinter mir her aus dem Auslauf, der herzallerliebste Schatz ist inzwischen auch da und hält den Hund fest, während ich nach meinem armen Huhn sehe. Das Füßchen hat einen gelben Ring, also hat es Houdini erwischt. Ich will sie vorsichtig auf den Bauch drehen, um zu sehen, ob oder wie schwer sie verletzt ist, da erwacht sie schlagartig von den Toten und rast in den Stall, wo sie der Hahn -der Feigling ist anscheinend nur mir gegenüber mutig!- in Empfang nimmt.
Erstmal Konferenz. Wir kennen den Hund nicht, er hat keine Adresse am Halsband und keine Tätowierung im Ohr. Und jetzt? Polizei anrufen?
Ich bin zu wackelig zum telefonieren und hüte deshalb weiter den Übeltäter.
Der versucht es mit einer Charmeoffensive und gibt höflich Pfötchen.
Anscheinend ist er eigentlich richtig nett und gut erzogen, den Vorwurf muß man dem Besitzer machen, der ihn anscheinend noch nicht einmal vermißt und keine Ahnung hat, was für unpassende Spielkameraden sich sein Hundetier aussucht.
Der herzallerliebste Schatz taucht von seiner Telefonrecherche wieder auf, so lange kein Mensch angenagt wurde, ist die Polizei nicht zuständig und es wäre nett, wenn wir den Hund "verwahren" könnten.
Das zu verwahrende Objekt peilt weiterhin begeistert Richtung Hühnerwiese.
Der herzallerliebste Schatz startet einen Erkundungsgang in die Nachbarschaft, und tatsächlich gehört der Hund einem Pfarrer, der bei unserem Nachbar-Pfarrer zu einer Besprechung ist und den Hund so lange im  großen Pfarrgarten laufen ließ, in Unkenntnis dessen, daß der Hund vom letzten Pfarrer wußte, das man weder eigene noch fremde Hühner jagt und als wohlerzogener Bordercollie nie unter dem Zaun durchgekrabbelt ist.
Netterweise wurde erst fertig besprochen, vierbeinige Sünder sind offenbar nachrangig.
Das Herrchen zum Übeltäter war dann recht nett und meinte, wenn mit dem Huhn was ist, sollen wir uns melden.
Erstmal haben sowohl die Hühner als auch ich genug Aufregung gehabt, heute Abend war dann Zählappell.
Houdini saß zusammen mit Attilla im Legenest.
Ich fischte sie vorsichtig raus, ihr Rücken ist blutig, sie wirkt aber "den Umständen entsprechend" munter. Jetzt sitzt sie in unserer bewährten Quarantänestation in der Dusche, wo niemand an ihr rumpickt und nicht noch mehr Dreck an die Wunde kommen kann, und morgen kümmere ich mich um einen Termin zum Zusammenflicken.
Der herzallerliebste Schatz meinte, das dürfe jetzt schon die Deluxe-Behandlung sein, Rechnung geht ja an die Versicherung.
Was Houdini wohl gefallen könnte? Brustvergrößerung? Flügel-Extensions?
In dieser Beziehung kenne ich mich bei Hühnern noch nicht so gut aus...

Spottdrossel 15.05.2012, 21.34 | (3/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Viehzeug & Freizeit | Tags: Hühner

Eidechsenfreundlicher Garten

In den meisten Gartenzeitschriften liest man „stapeln Sie ein paar Steine, dann kommt die Zauneidechse“. Korrekter wäre es, zu sagen „wenn Sie in einer warmen Gegend wohnen, kommt vielleicht die Zauneidechse. Ansonsten würde sich auch die Waldeidechse über ein bißchen Aufmerksamkeit freuen, die ist zwar „nur“ braun, dafür aber weniger anspruchsvoll und bei näherem Hinsehen ein echt faszinierendes Kerlchen.“

Wenn man nach dem Beschluß „ich gehe jetzt Eidechsen fotografieren“ auch tatsächlich ein Fotomodell findet, kann man sich wohl mit gutem Gewissen das Prädikat „eidechsenfreundlicher Garten“ verleihen. Wobei die Kameraden anscheinend keine fanatischen Ökos sind:vorgestern hatte ich Kunststoff-Bauelemente von einem Stecksystem für Kompostbehälter umgestapelt, plötzlich kommt aus einem Spalt eine kleine, braune Eidechse rausgeturnt, macht es sich auf dem schwarzen Plastik gemütlich und reckt den Kopf neugierig zu der daneben geparkten Schubkarre.

Heute habe ich sie wieder gesehen (da die Mädels ja mit Eiern im Bauch in der Sonne sitzen, wird es wohl eine „Sie“ sein), durch ihre Anwesenheit sabotierte sie auf charmante Weise weitere Aufräumarbeiten. Jetzt muß ich ein hübsches Holzstück finden und als Alternative anbieten, wenn Madame damit einverstanden ist, kann ich die restlichen Teile einsammeln.

Passenderweise hat sie sich genau da niedergelassen, wo demnächst Hochbeet Nr. 2 entstehen soll.


Das nächste Opfer meiner seltenen Aufräumanfälle fand ich unter einem häßlichen, vergilbten Kunststoffwelldingsbumsdachteil. Heutzutage heißt das „PVC-Wellenbahn“ und ist glasklar, wir haben hier den Urgroßvater dieser Dinger rumliegen, vielleicht kennt es noch jemand von alten Haustürüberdachungen – ein faseriges, pißgelbes Zeug, und offensichtlich unkaputtbar. Wir hatten es nämlich im Winter im Hof liegen und sind drübergelaufen, mit dem Hintergedanken, das Teil zersplittert und paßt dann in die Mülltonne. Das Biest hat uns zwei zarten Gestalten hartnäckig widerstanden und wurde jetzt von mir in den Sperrmüllkeller verbannt.

Darunter fand ich die nächste Mini-Eidechse, leicht verwirrt, weil ihr Dach verschwunden war. Anscheinend war sie mit dem vorhandenen Kellerasselbuffet ganz zufrieden gewesen. Trotzdem war jetzt eine Umsiedelung notwendig. Der Minigünther war ungefähr so groß wie mein kleiner Finger und wurde dazu genötigt, auf meine Hand zu wuseln.

Während dem Transport bestand das Kunststück darin, ihn nicht im Ärmel verschwinden zu lassen. Weil Ärmel verboten war, hopste er von meiner Hand und plumpste auf die Treppenstufe, war dann leicht verwirrt und konnte wieder zum Zusteigen überredet werden.

Am Miniwäldchen wurde der kleine Kerl abgesetzt, wo er schnell zwischen Waldmeister und Vergißmeinnicht abtauchte. Hoffentlich verträgt er sich mit meinem Fotomodell, was sich dort auf extra importiertem Schwarzwaldgranit sonnt.


Spottdrossel 14.05.2012, 07.56 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Haus & Hof | Tags: Garten, Eidechse,

Attilla als Bruchpilot

Es ist nicht leicht mit den Frühlingsgefühlen... Kaum habe ich Wölkchen in langen Gesprächen von Frau zu Frau davon überzeugt, daß die Brüterei überbewertet wird, schon belegt Attilla als große, schwarze Flunder das Legenest. Zwar ohne Ei drunter, aber das Prinzip hat sie zumindest verstanden.
Heute Nachmittag habe ich sie dann ins Mütterverhinderungsheim verfrachtet, wo sie aufgeregt ihre Kreise zog. Für Sonne und blauen Himmel konnte sie sich irgendwie nicht begeistern.
Ich war abwechselnd mit Unkraut stutzen und Eidechsen beobachten beschäftigt und hörte auf einmal sehr seltsames Trapsen aus dem Hühnerauslauf - Attilla hat es fertiggebracht, den Tisch zu entern. Phase 1 ihres Plans war damit geglückt, Phase 2 war offensichtlich der glorreiche Flug über den Zaun in die Freiheit.
Der Zaun hat ungefähr 1,80 m Höhe, und Attilla hat weiche Fluffelfedern und einen dicken Popo (Eulen haben zwar auch weiche Federn, aber offensichtlich ein günstigeres Flügel-Popo-Verhältnis).
Attilla steht auf dem Tisch, rechnet, macht Kniebeugen, vielleicht etwas weiter links? Wieder Kniebeugen, wieder Berechnungen, nein, rechts ist doch besser, noch mehr Kniebeugen...
Der schwarze Brummer hebt ab.
Und geht einen halben Meter vor dem Zaun in ungeplanten Sinkflug über.
Statt ÜBER den Zaun zu fliegen, gerät der Zaun in ihre Flugbahn, das Problem wird gelöst, indem sie sich am Zaun festkrallt und einen Moment dort hängt wie eine gigantische Fledermaus.
Dann fordert die Schwerkraft ihren Tribut und wild zeternd geht es abwärts, wo sie dann motzend weiter ihre Kreise zieht.
Der Hahn startet ein Krähkonzert, weil natürlich bin ICH mal wieder Schuld an allem...

Spottdrossel 13.05.2012, 18.16 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Viehzeug & Freizeit | Tags: Hühner, Cochins,

Schlotternder Sherlock

Jetzt war hier der Fall X eingetreten: der herzallerliebste Schatz hat in seiner Eigenschaft als Sittichbeauftragter befunden, Sherlock müßten die Krallen geschnitten werden.
Bisher waren wir immer drumherum gekommen, die Krallen waren zwar relativ lang, aber er stand mit dem Füßchen noch komplett auf dem Boden, gekürzt wurden sie per natürlicher Abnutzung, weil Sherlock gerne männlich-lässig an seinem Ast runterrutschte.
Anscheinent war aber nur ein bestimmter Ast für diesen Spaß geeignet, nach einer Käfigumgestaltung mit Astwechsel flog und kletterte er lieber.
Und die hintere Kralle wurde so lang, daß es ihm quasi die Zehe anhob.
Also dann - ratet mal, wer hier als großer Vogelfänger zur Tat schreiten durfte...
Sherlock, nicht doof, durchschaute schnell meine Einschleimversuche und stationierte sich mit skeptischer Miene oben auf dem Käfigdach. Schnell stellte ich fest, daß sich ein Huhn erheblich leichter fangen läßt als ein Sittich - erstens mehr greifbare Masse, und außerdem ist die Flugtätigkeit überschaubar.
Sherlock zischte leicht beunruhigt durch die Küche, ich vertagte auf die Mittagsflugrunde - wenn er im Regal rumturnt, wäre das eine perfekte Sackgasse, wo ich zugreifen könnte.
Ratet mal, wer sich diesmal nur im allerobersten Regalfach aufhielt...
In der Küche war es relativ hoffnungslos, ihn zu erwischen, ich plädierte für die bewährte Hühnchenmethode: warten, bis er pennt, und dann von der Stange pflücken.
Der herzallerliebste Schatz hatte Bedenken, daß sich die immer noch sehr schüchterne Miß Moneypenny dann zu sehr erschreckt, also blieb nur eine Variante: als Sherlock sich in den Käfig setzte, mußte ich mit rein.
Prompt saß er nicht mehr, sondern zischte wie ein grüner Pingpongball von einer Seite zur anderen.
Ich mußte aufpassen, daß ich weder ins Vogelbad trete noch einen Ast ins Auge bekomme, der kleine Schlaumeier dagegen erkannte sofort meine toten Winkel und machte sogar eine Zwischenlandung auf meinem Kopf.
Ich plädiere dringend dafür, Ziegensittiche mit Hühnern zu kreuzen, das wäre für alle Beteiligten praktischer.
Irgendwann hatte ich den hysterischen kleinen Pingpongball abgefischt, der sofort anfing, in meine Finger zu beißen. Ich fand das so lange witzig, bis er den Druck erhöhte und mein Nagelbett erwischte. Bevor ich ihm einen Zipfel vom Geschirrtuch als Maulkorb über den Kopf legte, war mein Daumen schon gelocht.
Krällchen schneiden an sich war dann eine Sache von Minuten, hätte man ihm irgendwie begreiflich machen können, daß es ihm nicht ans Leben gehen soll, wäre es überhaupt kein Event gewesen - so waren beide Beteiligten danach ziemlich fertig mit der Welt.
Der arme Kerl verbrachte den Nachmittag bibbernd und schweigend in seinem Eckchen, heute abend funktionierte zumindest der Quasselmodus wieder und eine Rosine hat er auch angenommen - allerdings vom herzallerliebsten Schatz, der ist schließlich nicht so böse wie ich...

Spottdrossel 07.05.2012, 19.58 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Viehzeug & Freizeit | Tags: Ziegensittich

Kein (halb)blindes Huhn

Smokey und ich haben dann gestern doch keinen gemeinsamen Mädelsabend mit Prosecco gemacht; nachdem ich sie von ein paar Krabben nicht überzeugen konnte, einigten wir uns auf ein bißchen Hüttenkäse.
Ich kam nicht dahinter, ob sie mit nur einem Auge Probleme mit dem zielen hatte oder bloß keinen Appetit, aber mit Geduld und Teelöffel (ich auf der Couch, sie auf dem Anzeigenteil der Zeitung davor) konnte ich ein paar Frischkäsekörnchen an den Mann das Huhn bringen.
Als Übernachtungsmöglichkeit bekam sie die momentan (wegen verschwundenem warmen Wasser) ungenutzte Duschkabine eingerichtet, mit Zeitung, Körnchen, Krabben und Wasser.
Solange ich sehe, was hinten raus kommt, kann ich einschätzen, ob und wieviel sie tagsüber gefressen hat.
Nicht einkalkuliert hatte ich, daß sie nachts die Duschtrennwand aufschiebt und den Wannenrand als Sitzplatz wählt, den dazugehörigen Klecks machte sie natürlich VOR die Dusche.
Trotzdem ein gutes Zeichen, vorher wollte sie sich nur irgendwo verkrümeln und hatte keinerlei Drang nach oben.
Zurück im kleinen Auslauf hat sie gleich fleißig Körnchen gepickt, die verschmähten Krabben wurden von Attilla begeistert vernichtet.
Als ich mittags wieder nach Smokey sah, quatschte sie mich gut gelaunt von der Seite an und konnte tatsächlich wieder aus beiden Augen gucken.
Rechts sieht sie zwar noch aus wie ich zu schlimmsten Heuschnupfenzeiten, aber das wird schon noch...

Spottdrossel 05.05.2012, 16.32 | (3/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Viehzeug & Freizeit | Tags: Hühner, Cochins,

Linktip für Katzenfreunde und Faultiere

Ich habe einen Blog mit Fotos von schlafenden Katzen in technisch unmöglichen Positionen entdeckt - hier klicken und grinsen.

Spottdrossel 05.05.2012, 16.10 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: kurz aufgepickt | Tags: Internet, andere Blogs,

Eierdieb?

Ich will ja niemandem was unterstellen...aber...
Meine "Zweinutzungshühner" legen nicht jeden Tag ein Ei, und dank frühlingsbedingtem Hormondurcheinander müssen die verhinderten Glucken ja auch erst wieder ihre Systeme hochfahren (Himmel, langsam wirkt es sich auf meinen Wortschatz aus, daß der herzallerliebste Schatz mir grade "Star Trek Voyager" näherbringt - letztens habe ich schon "die Warmluftzufuhr in den Quartieren initiiert" ).
Trotzdem hatte ich schon mehrmals das Gefühl, es dürften ein paar mehr Eier sein.
Einmal fand ich eine leere Eierschale im Garten, und hier fliegt eine große, blauschwarz glänzende, wohlgenährte Krähe herum, die gerne aus der Dachrinne des Hühnerstalls trinkt (dank einer fetten Katze hängt das Ende der Rinne runter) und von uns mehrfach beobachtet wurde, wie sie auf dem Stalldach sitzt und über die Kante gebeugt die offene Tür inspiziert.
Letzten Sommer hatte ich mir angewöhnt, die "Menschentür" aufzumachen, statt den Hühnertürchen, weil der Stall sich so schnell aufheizt. Diese Sitte muß ich mir anscheinend wieder abgewöhnen.
Gestern hatte ich Betty in ihrer Lieblings-Eierlege-Ecke das neue Legenest aufgestellt. Betty kommt, macht leise und skeptisch "gooog", dann wurden die Töne unharmonischer, weil Ikarus sie vom Nest wegscheuchte und sich selber reinsetzte.
Betty parkte sich dann hochkant in der gegenüberliegenden Ecke (da war weniger Schatten, es ist aber anscheinend wichtig, komplett im Schatten zu hocken - sie sah aus, als hätte man ein schwarzes Kopfkissen an die Wand gelehnt).
Eine Stunde später, beim nächsten Smokey-Krankenbesuch, will ich die Eier einsammeln: nichts drin.
Nur das Gipsei.
Also, einer Krähe würde ich sogar zutrauen, das Gipsei als unbrauchbar zu erkennen.
Ich werde im Hühnerstall ein "Achtung, Fahrbahnverengung"-Schild aufstellen und die Bande wieder durch die kleinen Türchen lotsen.
Das wird zwar erstmal Gemecker geben, aber ich bin gespannt, ob die Eierleistung dann schlagartig ansteigt (oder die Krähe plötzlich mit einem Transparent über dem Stall kreist, von wegen, "habe 3 Kinder zu ernähren" oder sowas).

Spottdrossel 05.05.2012, 08.33 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Viehzeug & Freizeit | Tags: rund ums Ei

Vorerst kein Frikassee

Als ich nach eingehendem Hühnerforum-Studium zum Thema "wie bringe ich mein Hühnchen um die Ecke" mittags nach meiner Patientin sah, stand sie am Trog und wolte sich auch mit mir unterhalten.
Ihre rechte Gesichtshälfte sah immer noch aus wie eine monströße Erdbeere, das Auge war nicht zu sehen.
Na gut, ich sollte sowieso noch Flyer vom Pferdehof beim Tierarzt deponieren...
Mit uns im Wartezimmer saß ein bibbernder Schäferhund, der, obwohl es bei ihm nicht um Leben oder Topf ging, wesentlich weniger heldenhaft wirkte als mein Hühnchen.
Smokey blieb so lange friedlich, bis wir nachforschen mußten, ob ihr Auge noch da ist, da wurde sie verständlicherweise sauer.
Das Auge ist noch da, rundherum alles entzündet, deshalb gab es Augensalbe und Antibiotika, so lange alles zugeschwollen ist, kann man nicht sehen, was da wo verletzt ist, am Sonntag ist nächster Hühnchen-TüV-Termin.
Zurück im Auslauf, pickte sie auch gleich herum.
Ich werde jetzt ein Hühnchenverwöhnprogramm starten, mal schauen, was sie davon hält, die entzündete Stelle zu kühlen.
Ansonsten könnten wir uns heute Abend auch gemeinsam Frauenfilme anschauen, der herzallerliebste Schatz ist unterwegs und ich bin Herrscher über die Fernbedienung...

Spottdrossel 04.05.2012, 18.29 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Viehzeug & Freizeit | Tags: Hühner, Cochins,

Schwarze Wolke im Paradies

Der Tag könnte perfekt sein.
Blauer Himmel, nicht zu warm, nicht zu kalt, ich war wild entschlossen, vor dem großen Regen noch hochmotiviert durch den Garten zu flitzen und diverse Schönheitsmängel zu beseitigen.
Stattdessen muß ich mich mit dem Thema "Notschlachtung" näher beschäftigen.
Smokey sieht gar nicht gut aus, anscheinend hatte sie doch nicht oder nicht nur gegluckt, sondern war anderweitig unpäßlich - heute morgen ist ihre rechte Gesichtshälfte dick geschwollen und das Auge geht nicht auf.
Der Tierarzt hat ab 14.30 Sprechstunde, inzwischen bin ich mir aber nicht mehr sicher, ob das noch was bringt. Wäre sie nur halbseitig sehbehindert, aber ansonsten munter, würde ich sie sofort zur Reparatur bringen, bis jetzt habe ich sie aber noch nicht fressen sehen und vermute deshalb, daß da ein größeres Problem als eine Augenverletzung dahintersteckt.
Grmph.
Kann hier nicht EINMAL was streßfrei laufen?

Spottdrossel 04.05.2012, 12.32 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Viehzeug & Freizeit | Tags: Hühner, Cochins,

"Deutsche Firma" will meinen Schrott

Statt meinem erwarteten Paketchen finde ich zwei Zettel im Briefkasten, große Schrottsammlung und gewerbliche Altkleidersammlung. Jetzt sind gewerbliche und caritative Altkleider in Entwicklungsländern ja gleich verheerend, von daher spende ich keinem was, trotzdem war ich neugierig, wer da dem "gewerblich" wenigstens ein freundliches Herzchen spendiert hat.
"Deutsche Firma" steht da , na das ist ja originell! Mit angeblichem Sitz in Berlin.
Laut Gießener Anzeiger haben sie dort wohl schon ihr Unwesen getrieben, jetzt wird der Vogelsberg abgegrast.
Da hier fast jeden Tag irgendein Schrottgeier durchfliegt, werden sie wenig Erfolg haben.
Und Großgeräte kriegt bei mir nur der türkische Schrottgeier meines Vertrauens, der auch hilft, die Waschmaschine rauszuschleppen.

Spottdrossel 04.05.2012, 12.24 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: drauf rumgehackt | Tags: wer´s glaubt, illegale Sammlung,

Der Beginn einer wunderbaren Feindschaft

Ungefähr zwei Wochen klappt es meistens mit der Hahnpädagogik - dann ist wieder ein Zusammenstoß fällig.
Letztens sehe ich ihn fröhlich im Garten herumspazieren, anscheinend plante er den nächsten Betriebsausflug und wollte sich informieren, wohin ich die Johannisbeersträucher versetzt habe.
Houdini schaukelte schon unternehmungslustig oben auf dem Maschendrahtzaun und wartete nur noch auf einen einladenden Ton vom Hahn.
Stattdessen schaltete sich der große Obervogel ein, kommandierte Houdini ab in Richtung legale Hühnerzone und machte sich daran, den Hahn abzufischen.
Wenn man ein Huhn fangen will, sind Ecken immer günstig. Dann ist aber Fingerspitzengefühl gefragt, bei zuviel Streß legt das Huhn einen Senkrechtstart hin und ist im dümmsten Fall dann beim Nachbarn.
Der Hahn marschiert leicht hektisch am Zaun hin und her (der Sack weiß ganz genau, daß er hier nix verloren hat), ich versuche, ihn nicht zu sehr zu scheuchen, grade, als er eine brauchbare Geschwindigkeit hat, steht er in einem Büschel junger, motivierter Brennesseln.
ICH habe keine Federn, also verkneife ich es mir, jetzt zuzupacken.
Der Hahn interpretiert mein Zögern als Feigheit, dreht sich zu mir um und startet seine Attacke.
Ich greife eine Handvoll Federn, sortiere den flatternden Gockel zu einem handlichen Packet zurecht und klemme ihn mir unter den Arm.
Wo wir schonmal dabei sind, kann ich ihm auch noch gleich seinen (ziemlich strapazierten) Hintern versilbern, Swiffer schlich wieder verdächtig oft um sein Heck herum und er kapiert einfach nicht, daß sie sich mehr für seine Schmuckfedern als für ihn interessiert.
Beim Eier einsammeln muß er mir auch noch als schmückendes Accessoire dienen, solange er unter meinem Arm klemmt, springt er mir nicht in die Knochen.
Als ich alles erledigt habe, wird das erboste Bündel Testosteron zurück in den Hühnerauslauf geworfen, für mich war der Fall so streßfrei erledigt.
Diese Schmach kann er natürlich nicht auf sich sitzen lassen.
An einem Abend bin ich zu früh oder die Sonne zu spät, auf jeden Fall war er noch nicht so weit "runtergefahren" wie ich dachte, sondern hopste nochmal von der Stange und donnerte mit Wucht gegen mein Bein.
Ich packe ihn und tunke ihn in die Regentonne, danach gibt´s wieder einen Freiflug über den Zaun, wo er empört vor sich hin bögööööckt.
Wie sich später herausstellte, hätte ich vorher noch Eiswürfel in die Tonne kippen sollen - ich habe einen gewaltigen Bluterguß am Bein, für diese Untat war das Wasser viel zu wohltemperiert...
(Anscheinend hat ihn das Manöver aber doch bißchen beeindruckt, letztens schaute er mich an und machte vorsichtshalber gleich "bögöööck!", nach dem Motto, wer weiß, was für Wetterkapriolen ich wieder hervorrufen kann...)

Spottdrossel 03.05.2012, 17.05 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Viehzeug & Freizeit | Tags: Hühner

Pfirsichbaum "Anneliese Rudolph"

Ich hätte ja nicht gedacht, daß ich in meinem Garten mal jemanden mit "Anneliese" anreden werde... Laut Beschreibung ist sie nicht besonders verwöhnt, also wollte ich es mal mit ihr versuchen. Letztes Jahr hatte sie noch nicht geblüht, vermutlich wegen dem Rückschnitt vor dem Umpflanzen.
Dieses Jahr legte sie pünktlich zur verspäteten Sauwetter-Kältewelle los und blühte prächtig, während die Hummeln mit Mütze und Schal wieder im Warmen saßen. Vorsichtshalber habe ich sie dann mit Vlies eingewickelt.
Als wohlerzogenes Pfirsichbäumchen hat sie sich aber anscheinend ein paar Blüten aufgehoben für warme Tage.



Jetzt bin ich gespannt, ob ich dieses Jahr meinen ersten eigenen Pfirsich ernten kann.
Vorsichtshalber hatte ich sie als Buschbaum bestellt, mit dem Hintergedanken, ihr bei allzu unfreundlichem Wetter einfach ein kleines Häuschen spendieren zu können.

Spottdrossel 03.05.2012, 07.40 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Haus & Hof | Tags: Garten, Pfirsich Anneliese Rudolph,

Nächtliche Begegnung

Auf dem Weg zum Hühnerstall sehe ich etwas vom Tor runterspringen und weghuschen.
Ein Marder oder sonstiger Übeltäter?
Mit der Taschenlampe ist er, sie oder es nicht mehr zu sehen, aber auf der oberen Wiese kommt mir ein spannender Fleck in den Lichtkegel.
Ich pirsche mich ran, obwohl es vermutlich nur Laub ist, was die Hühner sorgfältig vom Waldrand aus quer über die Wiese scharren.
Der Fleck bewegt sich - ein Igel!
Der muß natürlich dem herzallerliebsten Schatz vorgestellt werden.
Mein Fundstück der Woche piekst ganz furchtbar, aber hier geht´s ums Prinzip - vorsichtig kullere ich die Stachelkugel auf Hand und Jackenärmel, und wenn das Kerlchen sich bewegt, bekomme ich eine unfreiwillige Reflexzonenmassage.
Herr oder Frau Igel wird dem Herrn des Hauses vorgestellt, dabei bekomme ich endlich auch mal Igeleinzelheiten zu sehen - für die Taschenlampe hatte ich ja keine Hand frei. Er oder sie war nicht ganz eingerollt, man konnte kleine Füße und eine rosinengroße, nasse Nase sehen.
Den mobilen Kaktus habe ich dann wieder dahin zurückgebracht, wo ich ihn gefunden hatte - ich weiß ja nicht, ob er noch eine Verabredung hatte.

Spottdrossel 02.05.2012, 20.55 | (4/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Haus & Hof | Tags: Garten, Tiere, erfreulich,

Heiter bis wolkig

Hier sieht Wölkchen mal angemessen "wolkig" aus


Spottdrossel 02.05.2012, 11.34 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Viehzeug & Freizeit | Tags: Hühner, Cochins,

Aus der Nähe betrachtet...

...kann Unkraut richtig spannend sein


Spottdrossel 01.05.2012, 13.24 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Film & Foto | Tags: Garten

Enthüllungsjournalismus

Warum soll ich eigentlich Sherlocks Untaten retuschieren?
Enthüllung Nr.1: Frau Vögelchen ist drehbar, zumindest muß sie mit einer Eule verwandt sein.
Enthüllung Nr.2: die Scheibe, man sehe, rechne um ins Verhältnis zu 80 g Vogel und staune...


Spottdrossel 30.04.2012, 13.14 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Viehzeug & Freizeit | Tags: Ziegensittich

Noch ein guten-Morgen-Blümchen


Spottdrossel 30.04.2012, 07.56 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Haus & Hof | Tags: Garten, Tulpen,

Vogelbildchen

Sherlock weigerte sich zwar beharrlich, mal dekorativ in der Sonne Platz zu nehmen, aber inzwischen habe ich bei PSE den Knopf für Sonnenschein gefunden.
Irgendwie sieht der Kamerad aus, als hätte ich ihn grade beim Mittagsschlaf gestört.



Die Minimaus flatterte brav ans Fenster. Das war vor zwei Wochen auch noch vorbildlich geputzt, inzwischen hat Sherlock zweimal dagegen geniest, und schon mußte ich den Hintergrund gnädig austauschen (es ist erschreckend, was aus so einem kleinen Vogel rauskommt!).
Miß Moneypenny sieht irgendwie immer ein bißchen derangiert aus, vielleicht sind es auch noch zu viele Federn an zu wenig Vogel, keine Ahnung, aber bei ihr guckt fast immer irgendwo die Unterwäsche raus.


Spottdrossel 29.04.2012, 19.08 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Viehzeug & Freizeit | Tags: Ziegensittich

Blümchen am Morgen...

...vertreibt Kummer und Sorgen


Spottdrossel 29.04.2012, 07.53 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Haus & Hof | Tags: Garten, Tulpen,

Unbekanntes Flugobjekt

Als ich heute auf der Terrasse saß, kam ein spannendes Mückentier angeflogen und umsummste einen Balken. Das Vorderteil war dunkelmetallicblau, das Heck leuchtend kupferfarbig.
Leider war der Kamerad recht flott unterwegs, wie das mit diesen getunten Objekten so ist, deshalb konnte ich es weder genauer begutachten noch fotografieren.
Weiß jemand, was das gewesen sein könnte?

Spottdrossel 28.04.2012, 19.29 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Haus & Hof | Tags: Insekten

Gartenrundgang



Jetzt sieht man langsam, was es werden soll: mein Mini-Waldrand. Entstanden durch die verzweifelte Parkplatzsuche für 3 Silberkerzen, wurde es nach und nach zum Halbschattenbeet, mit Schlüsselblumen, freiwillig gewachsenem Vergißmeinnicht, (hoffentlich) 3 Schmuckfarnen, bei denen ist noch nicht geklärt, ob sie den trockenen Herbst überlebt haben. Auf jeden Fall überlebt hat der Waldmeister, den habe ich letzten Sommer "ausgewildert" nachdem ein hochvorschriftsmäßiges Kaltkeimer-Ritual im Winter außer Arbeit nix gebracht hatte. Die Felsbrocken habe ich von der oberen Grundstücksgrenze runtergeschleift, im Moment übernimmt ein Holunder die Rolle des Schattenspenders, zur Ablösung angepflanzt sind Hasel, eine etwas schickere Eberesche, Jasmin und (jetzt mußte ich erst noch das Etikett ablesen gehen) Weigelie, die haben freundlicherweise den Winter gut überstanden. Genauso wie die eichenblättrige Hortensie, vor der ich erst allergrößte Ehrfurcht hatte, was das Anwachsen betraf,aber mit einer ordentlichen Laubschicht auf den Füßen war sie anscheinend zufrieden, sie hat Knospen.
Was noch fehlt, sind Walderdbeeren, um die Eidechsen zu erfreuen. Da wächst zwar was erdbeeriges, hat aber komischerweise noch nie geblüht. Gestern turnte schon eine verzückte Weinbergschnecke zwischen den Vergißmeinnicht herum.

Spottdrossel 28.04.2012, 18.51 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Haus & Hof | Tags: Garten, Waldbeet,

Gartenkunst und Tabledance

Ich hatte hier Zwangspause, der PC war verwirrt... der herzallerliebste Schatz hat ihm jetzt fachgerecht das Hirn entkalkt, und wir vertragen uns wieder.

New Jersey gluckt immer noch und beschimpft mich täglich auf übelste Weise.
So entstand das Kunstwerk "stocksaures Huhn auf Tisch".



(Der Tisch war eigentlich als Regenschirm gedacht, sie nutzt ihn lieber für Fluchtpläne)

Spottdrossel 26.04.2012, 19.06 | (4/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Viehzeug & Freizeit | Tags: Hühner

Lila Kühe und kuschelige Nester

Manchmal hat man ein Bild vor Augen und weiß gar nicht, wer einem das vermittelt hat oder daß es überhaupt falsch ist. Beim Klassiker, der Milka-Kuh, sind Fehler und Verursacher bekannt, aber ähnlich ist es auch mit dem Bilderbuch-Huhn auf dem Bilderbuch-Nest, mit golden glänzendem Stroh (wo auch immer die Fotografen das herbekommen, Stroh in handlichen Portionen ist kaum noch zu bekommen) unterm Popo.
Ich hatte das ursprünglich auch gedacht, und in Forenbeiträgen rund um´s Huhn lese ich öfters "ich habe so ein schön gepolstertes Nest angeboten, aber das (Jung)Huhn legt sein Ei sonstwo hin."
Die Antwort ist recht einfach: dem Huhn ist die Polsterung wurscht.
Oder, im ungünstigsten Fall, sitzen in dem "kuscheligen" Stroh fiese Mitbewohner, die das Huhn zwicken und Flohpuderorgien nach sich ziehen.
Letztes Jahr, mit weniger Hühnern, durften die Damen selber festlegen, wo jetzt das Ei hingelegt wird. Ergebnis war eine Ecke, in der sämtliches Stroh ordentlich auf die Seite gestrampelt wurde und das Ei lag auf dem blanken Boden. Weil die Henne auf dem Boden sitzt und scheibenwischermäßig mit den Füßen wischt, stapelt sich das Stroh rund um das Huhn und sieht dann gemütlich aus, obwohl Madame auf dem kalten Boden hockt.
Auch im Auslauf "verlorene" Eier der Azubihühnchen liegen irgendwo auf festgetretener Erde, kein Hinweis darauf, daß eine komfortable Unterlage erwünscht wäre.
Wert auf Komfort legt nur das Ei, was schnell mal einen kleinen Knacks bekommt, wenn das Huhn so legen darf, wie es möchte.
Ich habe hier momentan ein Seperatistenhühnchen, was das offizielle Legenest verweigert und aus Prinzip in eine andere Ecke legt. Weil es da grade so gut sichtbar die Einstreu weggekehrt hat, wollte ich mal ein Beweisfoto machen.
Und siehe da - ich habe die Dame auch noch auf frischer Tat ertappt. Entgegen meiner Vermutung, Houdini wäre es (Eifarbe und kriminelle Mentalität hatten dafür gesprochen), ist es Betty, die zur Entbindung ein Einzelzimmer wünscht.
Vielleicht ist dem dicken Brummer das offizielle Legenest zu eng, ich muß das mal beobachten.
Die Fotos sind recht krümelig, weil mein Fotoknips aus bisher ungeklärten Gründen nicht blitzen wollte und ich Betty per Bildbearbeitung sichtbar machen mußte.



Es ist ein Ei!



Wenn ich sie jetzt noch überreden könnte, regelmäßig den GANZEN Stall zu fegen...

Spottdrossel 24.04.2012, 08.53 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Viehzeug & Freizeit | Tags: Hühner, rund um´s Ei,

Schreckmauser

Ich weiß ja nicht, was der Hahn da Perverses verlangt hatte... jedenfalls stehe ich gestern am Tor, lasse mich von der immer noch gluckenden New Jersey anmotzen und höre auf einmal gewaltiges Gegacker.
Beim Blick in Richtung Krawall sehe ich eine Art Schneesturm, aus dessen Zentrum Smokey gerannt kommt (ich frage mich immer noch, welcher sogenannte Fachmann die Cochins als "ruhig und behäbig" eingestuft hat), Zeter und Mordio schreiend.
Wenigstens hat sie eine schöne Stimme...nur ob sie auch noch Federn hat? Auf der Wiese sieht es aus, als hätte man ein Kopfkissen gemeuchelt.
Mein rechtschaffen empörtes Huhn kommt um die Kurve gejoggt, wirkt zwar etwas schmaler als vorher, ist aber noch ausreichend "angezogen".
Hätte ich gewußt, daß sie so schnell ihre Federn wegwirft, hätte ich sie "Frau Holle" getauft...

Spottdrossel 23.04.2012, 15.50 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Viehzeug & Freizeit | Tags: Hühner, Cochins,

Piratenpartei im Blick

Mit der Erfindung des bezahlbaren mobilen Internets hatte ich nicht nur angefangen zu bloggen, sondern war auch noch beim Start einer neuen, basisdemokratischen Partei aktiv. Witzigerweise war sogar die Parteifarbe die gleiche wie bei den Piraten, dementsprechend gespannt beobachte ich momentan das Experiment „Piratenpartei“.

Einen großen Unterschied gibt es: wir hatten erst überlegt, am Parteiprogramm und verschiedenen rechtlichen Fragen gearbeitet und uns dann glorreich zerstritten, unter anderem durch tatkräftige Mithilfe des Vorsitzenden. Die Piraten sind erst gewählt worden und haben diesen ganzen Zirkus noch vor sich, deshalb verfolge ich momentan die Nachrichten mit einem (nur leicht gehässigem) „ich weiß etwas, was Du nicht weißt…“

Weshalb ich glaube, daß da noch jede Menge schwere See kommt?

Hauptproblem: motiviert sind meistens Revoluzzer, Sendungsbewußte, Welt-Veränderer. Ganz normale Bürger mit ganz normalen Problemen beschweren sich zwar gerne, daß „die Politik“ keine Ahnung vom deutschen Durchschnittsleben hat, bekommen aber schlicht den Arsch nicht hoch, um selber mal was zu bewegen. Ganz anders sind da die „Extremisten“ aller Art. Die ersten, die damals begeistert bei uns das Parteiforum stürmten, waren die Grundeinkommensträumer, gefolgt von Verschwörungstheoretikern und anderen merkwürdigen Gestalten. Und weil ja die Mehrheit bei den Abstimmungen gewinnt, können beim Modell „Basisdemokratie“ Neuzugänge der Partei plötzlich eine Richtung geben, die ursprünglich gar nicht vorgesehen war.

Ganz pfiffig finde ich die Aussage der Piraten, „Dazu wollen wir eine Enquete-Kommission im Deutschen Bundestag gründen, deren Ziel die konkrete Ausarbeitung und Berechnung neuer sowie die Bewertung bestehender Grundeinkommens-Modelle sein soll. Für jedes Konzept sollen die voraussichtlichen Konsequenzen sowie Vor- und Nachteile aufgezeigt und der Öffentlichkeit transparent gemacht werden.“

Wir haben uns selber mit den verschiedenen Grundeinkommensmodellen befaßt, sie je nach Gesinnung zerpflückt oder verteidigt und dabei wieder muntere Feindschaften zwischen Forenmitgliedern entwickelt. Der nächste Punkt ist, daß zwar munter nach dem BGE gerufen wird, aber nirgendwo steht, wie hoch es eigentlich werden soll. Aber man träumt von der Insel der Glückseligkeit bzw. wird anscheinend das BGE mit „sorgenfreier Grundversorgung“ gleichgesetzt. Wir Piraten sind der Überzeugung, daß die überwältigende Mehrheit der Menschen eine sichere Existenz als Grundlage für die Entfaltung ihrer wirtschaftlichen und sozialen Potenziale nutzen wird. Sichere Existenz schafft einen Freiraum für selbstbestimmte Bildung und Forschung sowie wirtschaftliche Innovation. Sie erleichtert und ermöglicht ehrenamtliches Engagement, beispielsweise die Pflege von Angehörigen, die Fürsorge für Kinder, unabhängigen Journalismus, politische Aktivität oder die Schaffung von Kunst und Freier Software. Davon profitiert die ganze Gesellschaft.

Erstaunlich, wie alleine der Betreff im Kontoauszug – entweder „BGE“ oder „H4“ gleich die Gesellschaft verändern kann…

Aber nehmen wir mal an, sie finden ein halbwegs brauchbares BGE-Modell (sogar ich habe eins gefunden, mit dem ich leben könnte, grob gesagt sollte da das BGE knapp unter dem aktuell niedrigsten Lohn liegen und wer „richtig“ arbeitet, im Sinne von etwas mit seinen Händen erschaffen –Broker haben Pech gehabt- sollte den vierfachen Betrag des BGE steuerfrei bekommen) und landen als Juniorpartner in einer Koalition.

Was dann?

„Ein bißchen BGE“ geht nicht, man müßte dafür das komplette System umkrempeln, und extreme Schwenks sind in unserem Regierungssystem absichtlich kaum möglich. Spätestens nach der nächsten Wahl werden die Grundeinkommensträumer enttäuscht von Bord gehen und die nächste junge Partei stürmen.

Als wären das nicht schon genug Probleme, ist so eine „Internet-Partei“ ein ziemlich bunter Haufen. Früher trafen sich ein paar strickende Ökos in der Mensa und gründeten irgendwann beim Tee eine Partei, man kannte sich und hatte eine gemeinsame Richtung. Dank Internet erreicht man viele Leute, aber genau diese Vielfalt zerrt die Partei dauernd in verschiedene Richtungen, wie die Hühner der Witwe Bolte.

Dann haben wir noch die „technischen“ Aspekte der Basisdemokratie. Es gibt da Hardliner (man könnte sie auch Spinner oder Egomanen nennen) die wollen dann noch nach der Abstimmung eine Abstimmung, ob man die Abstimmung gelten lassen kann und am liebsten würden sie noch über die Farbe des Klopapiers in der Parteizentrale abstimmen.

Es muß also festgelegt werden, wann und warum wer gefragt wird, und es muß eine Lösung gefunden werden, wie eine Partei trotz Basisdemokratie handlungsfähig bleibt.

Damit ist die Kuh aber immer noch nicht vom Eis – nehmen wir mal an, die Parteimitglieder haben im Internet einen Entwurf zum Thema Grundeinkommen per Abstimmung als „offizielle“ Marschrichtung der Partei gewählt. Wie wird dieser Mehrheitsbeschluß rechtlich einwandfrei umgesetzt? Theoretisch müßte jetzt ausgerechnet die modernste und transparenteste Partei einen „offiziellen“ Fraktionszwang einführen. Auf ihrer Website wollen sie die „Freiheit und Unabhängigkeit“ der Abgeordneten, aber was ist, wenn der Abgeordnete eine andere Meinung hat als die Mehrheit der Mitglieder?

„Die Mehrheit“ ist auch so ein heimtückisches Ding. Ein Mehrheitsbeschluß ist nicht automatisch die beste Lösung und bedeutet auch nicht „Konsens“. Man bräuchte sehr disziplinierte Parteimitglieder, die zwischen sachlicher Diskussion und persönlichem Verhältnis zueinander unterscheiden können – und wer kann das schon? Wie sich Leute verhalten, die beim Mehrheitsbeschluß hinten runtergefallen sind und trotzdem meinen, „Recht“ zu haben, sieht man ja bei Stuttgart 21.

Irgendwo habe ich mal gelesen „Demokratie ist, wenn zwei Schafe und ein Wolf über das Abendessen abstimmen.“

Grundsätzlich freue ich mich, daß 1.) überhaupt Leute wieder motiviert sind, sich politisch zu engagieren (auch wenn mir bei vielen Aussagen die Haare zu Berge stehen) und 2.) dadurch die etablierten Parteien hoffentlich endlich mal gezwungen sind, nach Sachlage abzustimmen und nicht eigentlich sinnvolle Ideen mit Stammtischparolen sabotieren, nur weil man sie nicht selber hatte.

Schlimm wird es nur, wenn die Piraten sich in den vielen Fallstricken so gründlich verheddern, daß ihre (teilweise recht blauäugigen) Wähler dann wieder in der Versenkung verschwinden mit dem üblichen „ist eh alles Scheiße…“.

Jetzt bin ich gespannt, wie die Piraten diese ganzen Probleme umschiffen wollen.

 

 

Spottdrossel 21.04.2012, 16.28 | (4/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: kurz aufgepickt | Tags: beobachtet, Piratenpartei, Basisdemokratie,

Gartenvögel

Als ich grade vor der Terrasse Pause machte, kam eine klitzekleine Haubenmeise angeflogen und setzte sich auf einen Pflock direkt vor meiner Nase.
Lange blieb sie nicht, hatte wohl noch dringende Meisengeschäfte zu erledigen.
Kurz darauf kam eine Blaumeise vorbei und interessierte sich für eine Daunenfeder, die ein erbostes Huhn bei der Kosmetikbehandlung verloren hatte. Die Feder war so groß wie der Bauch des Vögelchens, und Herr oder Frau Meise schleppte das Supersonderangebot begeistert weg.
Wer ein gutes Buch zur Vogelbestimmung sucht: von allem, was wir bisher getestet haben, ist "Gartenvögel beobachten, bestimmen, schützen" das Buch mit der besten Trefferquote. Hier sind die Vögel nicht nach Gattung, sondern nach Größe vorsortiert, was Sinn macht, denn woher weiß ich die Gattung, wenn ich den Piepmatz nicht kenne?
Jetzt bräuchte ich nur noch ein vergleichbares Buch für Waldvögel, weil manchmal tauchen hier Gäste auf, die trotz schlauem Buch nicht identifiziert werden können.

Spottdrossel 19.04.2012, 15.29 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Haus & Hof | Tags: Garten, Tiere, erfreulich,

Gereizte Stimmung

Gestern war der letzte Akt der ersten Flohpuderrunde. Ikarus, Alice und Houdini bekamen dabei auch gleich noch schicke bunte Ringe verpaßt, damit ich sie zukünftig bei solchen Aktionen nachts mit Taschenlampe besser unterscheiden kann.
Nicht nur, daß ich dem Hahn erst seine Damen entführt und dann auch seinen hochwohlgeborenen Hintern gepudert habe, zu allem Übel mußte ich ihm heute noch New Jersey vorenthalten, die gluckend im Mütterverhinderungsheim sitzt (sie hat mir so formvollendet mit gesträubtem Halsgefieder gedroht, daß ich sie zuerst mit Swiffer verwechselt hatte).
Er ist not amused - momentan macht er schon angepißte Geräusche, wenn er mich nur hört, bin ich in Sichtweite, steht er als Mahnmal am Zaun und seinen grimmigen Blick sieht man fast quasi als gestrichelte Linie zu mir hinlaufen.

Spottdrossel 19.04.2012, 11.28 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Viehzeug & Freizeit | Tags: Hühner

Da wird man zur großen Leuchte

Die messer-schafe Moni fragte nach bescheuerter Werbung, und prompt begegnete mir gestern auf VOX auch so eine geistige Höchstleistung: es ging um irgendein Gesichts-Schmierakel, wo "aus der Genforschung" das "Lumi-Gen" für mehr "Leuchtkraft" eingebaut wurde.
Aha.
Kurzer Blick auf Wikipedia: Ein Gen ist ein Abschnitt auf der DNA - von Gesicht ist da irgendwie keine Rede. Und von wem soll bitteschön die "Leuchtkraft" kommen? Vom Rücklicht eines Glühwürmchens? Und wozu müssen Falten beleuchtet werden?
Ich hätte da eine preiswertere Lösung, das Zeug fanden wir schon als Kinder faszinierend: Revell Nachtleuchtfarbe.
"...für mysteriöse Licht- und Gruseleffekte" - na bitte, wer sagt´s denn

Spottdrossel 18.04.2012, 12.09 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: kurz aufgepickt | Tags: wer´s glaubt

Fotospielerei

So kann man auch den Tag vertrödeln... ich hatte die Idee, jeweils zum Stichtag alles zu knipsen, was im Garten blüht, und zu einem Bild aus vielen kleinen Bildchen zusammenzupappen.
Fazit: Schweinearbeit - Scheißidee
Von der Idee "regelmäßig" bin ich ganz schnell wieder abgekommen, und alle Pflänzchen durften jetzt mangels Motivation auch nicht mehr mitspielen.
Dafür habe ich jetzt wieder ein paar Photoshop-Spielereien dazugelernt.


Spottdrossel 15.04.2012, 12.31 | (3/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Film & Foto | Tags: Blumen, PSE9,

Bloggerfrage: Beschiß bei eingehenden Links?

Ich muß mal ganz doof fragen: daß bei eingehenden Links am Ende der Blogstatistik mal ein paar Seiten auftauchen, die eher vom Vögeln statt von Vögeln handeln, hat mich nicht weiter gewundert, bei diesem Gewerbe rechnet man ja mit Beschiß aller Art.
Wenn aber plötzlich ein Blog, für den sich offensichtlich kein Schwein interessiert (null Kommentare, keine Linkliste), plötzlich angeblich den Spitzenplatz der eingehenden Links belegt, ist das doch mehr als zweifelhaft?
Lieber angeblicher Medienprofi: wenn Du gefunden werden willst, schreib etwas, was die Leute interessiert (vielleicht mal was eigenes, statt Pressemeldungen von Autoherstellern?), schreibe nette oder interessante Kommentare in anderen Blogs, und irgendwann hast Du auch Leser.
Vielleicht hat ja irgendeine tolle "wie man mit dem Internet reich wird"-Website diese Methode durch die Hintertür empfohlen - Stammleser gewinnt man so jedenfalls nicht.
Hat noch jemand Links von Kai?

Spottdrossel 15.04.2012, 09.54 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: kurz aufgepickt | Tags: Internet, andere Blogs, sevamedia.com,

Zu früh gelobt

Heute hatte Sherlock ein größeres Duell mit der Knusperstange. Die handelsüblichen Dinger mit Holzstab shreddert er im Nullkommanix, deshalb haben wir gemeinen Menschen den Schwierigkeitsgrad erhöht.
Die Knusperstange ist härter, dicker und hat eine Art breiten Schuhbändel als Innenleben - gemütlich am Hölzchen festhalten is nich.
Dementsprechend hat der faule Sack sie auch ziemlich ignoriert - bis wir auf Diätfutter umgestellt haben, seitdem hat die Stange deutlich Schwund.
Jetzt ist nur noch ein dicker Klumpen am Ende des Bändels übrig, der schnell ins pendeln kommt. Außerdem habe ich das Ding bei der letzten Käfigumgestaltung an den Steigbügel geknotet, was nochmal zusätzliche Dynamik bringt.
Sherlock sitzt also auf seinem Ast, hat das hin- und herschwingende Abendessen im Visier und angelt mit dem Schnabel danach. Nach ein paar Fehlversuchen erwischt er sie und zieht den Bändel per Füßchen näher an seinen Ast.
Der herzallerliebste Schatz beobachtet das Manöver und verkündet: "Wie wir inzwischen wissen, ist es ja ein Zeichen von Intelligenz, wenn ein Vogel mit seinen Füßen..."
Sherlock wird sich mit der Stange uneinig, krallt sich grade noch mit Schnabel und Füßchen an die Unterseite eines Zweiges, baumelt kurz wie eine unreife Banane im Sturm und stürzt in Rückenlage ab.
"Naja - oder auch nicht!"
(dem Bruchpilot ist nichts passiert, er saß danach in seiner Motz-Ecke und hielt eine flammende Protestrede)

Spottdrossel 14.04.2012, 19.25 | (2/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Viehzeug & Freizeit | Tags: Ziegensittich, dumm gelaufen, herzallerliebster Schatz,

Knospencountdown

Die Spannung steigt... letztes Jahr habe ich zwei Apfelbäumchen gepflanzt (ok, WIR haben gepflanzt, der herzallerliebste Schatz hat das Loch gebuddelt, ich war für das Wohlergehen des Bäumchens zuständig), einmal Ersatz für unseren umgekippten Gravensteiner und als Neuzugang einen roten Astrachan. Der müßte als sommerlicher sofort-eß-Apfel den Gravensteiner noch überholen.
Dementsprechend legt er früh los mit seiner Blüte



Schön rot ist´s schonmal - ich bin gespannt, wie sie offen aussieht.

Spottdrossel 14.04.2012, 11.51 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Haus & Hof | Tags: Garten, Apfelsorten, roter Astrachan,

Eidechsensichtung

Gestern war ich damit beschäftigt, das Himbeerbändigungsgehege, Version 2.0 anzulegen, da wieselte mir der erste Günther des Jahres aus dem Blickfeld.
Heute morgen habe ich einen Jutesack vom Frühlingsbeet hochgehoben, hockt der nächste Günther drunter. Somit wußte wenigstens einer meine Frostschutzmaßnahme zu schätzen.
Da er nicht weglief, sondern wie ein Spielzeugdino sitzen blieb, war er vermutlich noch nicht auf Betriebstemperatur.
Ich hab mich dann entschuldigt und den Sack wieder darübergedeckt.

Spottdrossel 13.04.2012, 10.37 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Haus & Hof | Tags: Garten, Tiere, erfreulich,

Frühlingsgefühle

Grmblfx... schön, wenn man alte Hühnerrassen hält, bei denen die Hennen noch brüten wollen. Anstrengend wird´s, wenn es soweit ist und man dauernd irgendwo einen zu allem entschlossenen Pfannkuchen einsammeln muß, der hingebungsvoll den Boden bebrütet.
Erst dachte ich, Attilla wollte nur gemütlich auf dem Nest pennen, zwei Rausschmisse später hörte ich von ihr ein dezentes Glucksen. Nix gibt´s, junge Dame!
Erstmal hatte ich mehrmals am Tag Eier eingesammelt, um sie nicht unnötig zu inspirieren, und das Legenest abends umgedreht und erst bei Dunkelheit wieder zugänglich gemacht.
Heute morgen saß eine der 3 Hexen im Nest und Attilla klemmte mit entschlossenem Blick davor. Netterweise läßt sie sich ganz brav hochheben, ich habe so das Gefühl, sie weiß selber noch nicht so genau, warum sie jetzt da hockt. Kaum greife ich nach Attilla, kommt (dem Geschrei nach vermutlich) Alice wie ein Kastenteufel aus dem Legenest geschossen und verkündet dem ganzen Dorf, daß man hier nicht mal in Ruhe Eierlegen darf.
Attilla verfrachtete ich in den kleinen Auslauf, der weder Eier noch kuschelige Ecken zu bieten hat. Die Umsiedelung hatte die nächste Protestrede zur Folge, zwar anderer Text, aber konkurrenzfähige Lautstärke.
Als würde das nicht reichen, fühlt sich Wölkchen seit gestern von einer Stelle im Reisighaufen magisch angezogen und wollte sogar dort übernachten. Sie ist unkooperativer als Attilla, wenn man nach ihr greift, wird erstmal mit einem ordentlichen "pock!" in die Hand gepickt. Heute habe ich sie wieder da rausgepflückt und zu Attilla ins Mütterverhinderungslager gesetzt, wo sie dann den Schimpfmarathon vortsetzte.
Der Hahn hatte heute wirklich Probleme, mal zu Wort zu kommen...

Spottdrossel 12.04.2012, 11.55 | (3/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Viehzeug & Freizeit | Tags: Hühner

Eierwahnsinn

Wundersame Paragraphenwelt... Da man ja beim besten Willen nicht jeden Tag Eierlikör trinken kann (oder sollte), möchte ich die überschüssigen Eier verkaufen, so können sich die Damen ihre Vorzugskörnchen selbst finanzieren.
Man möchte ja nix falsch machen, also schaut man in die Vorschriften.
Nach denen hätte ich hier anzubieten: Güteklasse A, Größe L, extra frisch, Freilandhaltung.
Klingt doch alles soweit ganz erfreulich.
Aaaaaaaber...
Nach weiterer Durchforstung diverser Vorschriften und dadurch bedingter Gehirnerweichung
(z.B.: (2) Es ist verboten,
1. Eier zum Verkauf vorrätig zu halten, anzubieten, feilzuhalten, zu liefern, zu verkaufen oder sonst in den Verkehr zu bringen, die den in Artikel 4 Absatz 2 Satz 1 erster Halbsatz oder Absatz 3, Artikel 6, Artikel 7 Absatz 1 Satz 1 oder Absatz 3, Artikel 8 Absatz 1 oder Absatz 5, Artikel 9 Absatz 1, Artikel 12 Absatz 1 oder 2 Unterabsatz 1, 2 oder Unterabsatz 3 oder Absatz 4, Artikel 13, Artikel 14 oder Artikel 15 der Verordnung (EG) Nr. 589/2008 genannten Anforderungen an die Kennzeichnung, Etikettierung, Stempelung, Angabe, Erklärung oder einem dort genannten Hinweis nicht entsprechen,
Alles klar, oder?) fand ich dann "Die Bestimmungen ..... in der jeweils geltenden Fassung müssen nicht eingehalten werden bei Eiern, die der Erzeuger an der Produktionsstätte, auf einem örtlichen öffentlichen Markt im Erzeugungsgebiet oder im Verkauf
an der Tür im Erzeugungsgebiet unmittelbar an den Endverbraucher abgibt, sofern die Eier aus der Erzeugung
dieses Erzeugers stammen und keine Sortierung nach Güte- und Gewichtsklassen vorgenommen worden ist."
Meinen die das ernst? Bin ich jetzt nur "legal" an Tagen, an denen eine der Damen ein Mini-Ei legt (wir haben hier zu 90 % Größe L) und ein Ei in der Packung liegt, mit dem Minigolf gespielt wurde? Ist jetzt tatsächlich das Individualistenhühnchen, was mich alle paar Tage mit einem Ei im Mist nervt, nicht mehr als Saboteur, sondern als Retter meiner Rechtssicherheit zu werten - weil dann auch Güteklasse B vorhanden ist?
Man glaubt es nicht.
Aber, zumindest für Baden-Württemberg fand ich die Sache nochmal in verständlichem Deutsch zusammengefasst, und die meinen das anscheinend tatsächlich ernst.
Und das Wiederverwenden von Eierkartons ist selbstverständlich auch Teufelswerk...

Spottdrossel 06.04.2012, 11.52 | (2/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Viehzeug & Freizeit | Tags: taugt nix

Erschwerte Bedingungen

Lange ist´s her... ohne Arbeit geht hier auch der Anteil an Topfgeschichten zurück. Bis zum letzten Wochenende...
Der Vorteil von einem gewerblichen Reitbetrieb ist die -vornehm ausgedrückt- vorhandene Infrastruktur in allen Bereichen.
Oder andersrum, als Feld-, Wald und Wiesenreiter, der unterbeschäftigte Rösser von irgendwelchen Leuten gegen Mithilfe im Stall reiten durfte, hatte ich früher als "stilles Örtchen" meistens nur einen (brennesseligen) Misthaufen zur Verfügung. Das regt nicht unbedingt zur regelmäßigen Nutzung an...
Aber jetzt - ein "richtiges" Klo, im Heizungskeller, also besteht auch keine Gefahr, irgendwo festzufrieren, es ist immer angenehm temperiert.
Das wissen auch andere zu schätzen.
Beim ersten "Besuch" bemerkte ich plötzlich aus dem Augenwinkel heraus eine Bewegung.
Was zum..?!?
Katzen.
Mehrererere.
Es war wie ein Suchspiel, je länger man sich in der Waschküche/Heizungskeller umschaute, umso mehr Katzen entdeckte man, ein Großteil elegant auf dem Heizkessel drapiert.
Die waren wenigstens diskret.
Letztens lernte ich dann einen ...hmm... aufgeschlossenen Kater kennen.
Ich sitze auf dem Topf, er direkt daneben auf der Waschmaschine, wir waren also quasi auf Augenhöhe.
"Wie toll!", kann ich ihm von der Stirn ablesen, "Gesellschaft!"
"Katze, das ist ja sehr nett von Dir, aber..."
Wer bist Du denn? Ich möchte Dich kennenlernen!
"Ich kann nicht, wenn einer guckt!!!"
Der kommunikationsfreudige Kater erhebt sich und marschiert auf mich zu.
Aus technischen Gründen muß ich bleiben, wo ich bin.
Schnurrrrrr...
"Ja, Katze, ich liebe Dich auch, aber könntest Du jetzt mal..?"
Nix gibts. Ich werde beschnurrt, bepfötelt, angehimmelt und wenn es nach ihm ginge, kann das Pferd am Anbindeplatz ruhig Moos ansetzen, Hauptsache, SEINE Streicheleinheiten sind gesichert....
So nett er auch war, das Pferd ist noch netter, folglich mußte ich Herrn Kater dort zurücklassen.
Nachmittags verschwand der männliche "Anhang" eines Mädels ahnungslos in der Waschküche, aus dem anschließenden Hörspiel ließ sich entnehmen, daß das Katzentier immer noch nicht auf Mäusefang war, sondern sich weiterhin um die emotionale Kundenbindung kümmerte.

Spottdrossel 05.04.2012, 16.43 | (3/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Viehzeug & Freizeit | Tags: Örtchen, Tiere,

Karfreitagstanzdeppendemo

Ist das nicht herrlich?
So ab und zu komme ich mal aus meinem absolut nicht-urbanen-Lebensumfeld raus, und in 99 % aller Fälle lande ich dann in einer Universitätsstadt, wo man ja -sollte man annehmen- besonders modern, weltoffen, jugendlich usw. ist.
Noch NIE habe ich da jemanden auf der Straße rumtanzen gesehen.
Ist ja auch irgendwie dämlich...
Kaum aber wird "von oben" beschlossen, daß am Karfreitag nicht öffentlich rumgehopst werden darf (schließlich kann jeder zuhause treiben, was er will), wird in kindischem Trotz und lautem "ich will abaaaaa!!!!" der Aufstand geprobt, die Freiheit des Abendlandes in Gefahr gesehen usw.
Sonst haben die keine Probleme?
Ich gehe nicht in die Kirche, und wann das Schlemmerfilet an diesem Wochenende auf dem Tisch steht, entscheidet der Appetit und nicht der Wochentag. Und wenn ich Lust dazu hätte, würde ich auch grillen.
Alles aber bitte so, daß der berühmte "Dritte" nicht gestört wird.
Wer jetzt meint, diese "Spielregeln" gelten nicht für ihn, weil das alles hoffnungslos veraltet ist, dann soll er bitte auch so konsequent sein und an den "für ihn nicht gültigen" christlichen Feiertagen arbeiten gehen. Damit wäre dann auch das Problem des abendlichen Bewegungsdrangs gelöst...

Spottdrossel 05.04.2012, 15.41 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: drauf rumgehackt | Tags: aktuelles

Kosmetiksalon "Zum motzenden Huhn"

Mal wieder ein klassischer Fall von "Theorie und Praxis".
Als ich letztens eine günstige Gelegenheit nutzen konnte und Betty bei Tageslicht erwischte, zwecks Erfolgskontrolle vom letzten Waschgang, stellte ich fest: mein armes Huhn hat Mitbewohner. Federlinge nutzten ihren hohen Fluffelfederanteil als eine Art Wellnessparadies.
Es sieht ja immer putzig aus, wenn die Spatzen parallel zu den Hühnern Ministaubfontänen aufwirbeln, leider wird aber jeder Parasit, der die Wahl hat, sofort vom winzigen Spatz zum großen Huhn übersiedeln.
Also dann... erstmal Recherche im Hühnerforum, was da wie empfohlen wird, dann im "Freßnapf" für Verwirrung gesorgt, weil da anscheinend noch niemand Flohpuder für Hühner gekauft hat. Die Damen waren aber wie immer äußerst hilfsbereit und ich habe jetzt ausreichend Munition.
Um den Hahn nicht mehr wie nötig zu ärgern und damit ich nicht lange auf Hühnchenjagd gehen muß, wurde der Event auf abends gelegt.
Also dann - Taschenlampe, Flohschutzpuder, Einweghandschuhe für mich, Schere, um restliche verpappte Federn abzuschneiden, die beim Baden nicht aufgegeben hatten (nicht umsonst besteht Fachwerk aus Lehm und Mist, das funktioniert auch am Huhn...).
Fehlt nur noch Betty.
Mit einem Griff angele ich den großen Federpuschel unter der Sitzstange raus (das muß zackig gehen, sonst sitzt mir der Hahn dümmstenfalls im Genick), erkläre ihr, es wäre alles im grünen Bereich, und nehme sie mit zur Terrasse.
Was in der Kalkulation NICHT eingeplant war:
  • von Liegestarre in Rückenlage hat Betty offensichtlich noch nie was gehört. Mein figurbewußtes Huhn übt fleißig Fahrradfahren im Liegen und kickt mit ihren erstaunlich langen Haxen sowohl die Taschenlampe (neu!!!) als auch das Flohpuder vom Tisch
  • Die Einweghandschuhe hat sie mit ihren Krallen sofort geschreddert
  • mit abenteuerlichen Verrenkungen schaffe ich es, die Puderdose mit dem Fuß wieder in Reichweite zu kullern, ohne das Betty die Flucht ergreift (gut, es war vielleicht nicht sonderlich zartfühlend, den Tisch neben dem großen Grill zum Hühner-Schönheitssalon zu erklären...)
  • es ist saumäßig windig. Paradoxerweise weht mir der Wind zwar jede Menge Flohpuder auf die Klamotten, dafür aber die Haare INS Gesicht, was das Manöver nicht unbedingt einfacher machte

Irgendwann sind wir beide ziemlich grau und ziemlich chemisch riechend, damit sich die Sache lohnt, muß auch Wölkchen noch dran glauben.

Heute waren die nächsten Opfer dran, diesmal mit weniger Wind und ich mit Haargummi, man lernt ja dazu.

Smokey hielt von der Sache absolut nichts, sie verwandelte sich in einen comicmäßigen Ball aus Krallen, die Einweghandschuhe hatten mal wieder gelitten. Das Thema "Puder nicht in die Augen kommen lassen" hatte sich durch ihr wildes Gezappel auch erledigt, genauso wie "nicht einatmen" - das kleine Huhn hat soviel Wind gemacht, daß es mir ordentlich auf den Zähnen knirschte.

Nächstes Opfer war Swiffer, die hat zumindest einigermaßen Haltung bewahrt. Attilla machte dann ihrem Namen alle Ehre, sie hatte ich erst verschont, weil ich dachte, sie würde noch ein spätes Ei legen, als nach 2 Hühnerverschönerungen immer noch nichts passiert war, nahm ich sie einfach samt Legenest mit.

Sagen wir mal, sie war not amused... wer auch immer behauptet, diese großen Rassen wären träge, der kann hier in 3 Wochen zur Nachbehandlung antreten.

Ich kam zu dem Schluß, das ein Baby auf dem Wickeltisch dagegen eine relativ einfache Übung sein muß - zumindest hat es keine Krallen und verliert auch keine Federn.

Jetzt fehlen noch New Jersey, der Hahn und die drei schwarzen Hexen. Vorher muß ich für die aber bunte Fußringe holen, ansonsten könnte ich sie bei Dämmerung höchstens am Gezeter auseinanderhalten...

Spottdrossel 03.04.2012, 21.54 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Viehzeug & Freizeit | Tags: Hühner