Spottdrossel

Im Jahr 2009 bleibt das hier weiterhin stricknadelfreie Zone. Die Spottdrossel sitzt in bewährter Weise auf ihrer Stromleitung, krächzt so über dies und das, und wenn andere seltsame Vögel vorbeigeflogen kommen, sind sie herzlich eingeladen, mitzukrächzen. Sonst fühlt sich das an wie bei einem Handygespräch, wo einer der Beteiligten nicht zu verstehen ist, und wie nervig das ist, wird wohl jeder wissen. Daher: jeder, der die Rächtschraibunk noch einigermaßen beherrscht und alt genug ist, die Funkion von Großbuchstaben zu kennen, darf hier gerne kommentieren. Neumodisches Internet"deutsch" ist nicht so mein Fall, da steht mir das Gefieder senkrecht.

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Spottdrossel
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Mitgekrächzt:
hajo:
siiiiste, das ist der Unterschied zum 2000Eur
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sorgenlos:
Wir hatten im "alten" Garten eine richtige Ma
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Wusel:
jezt wollte Freund Maulwurf mal behilflich se
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:
Nee, Klatze, das Drosselchen ist doch der Hau
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Klatze:
Da legt er drauf... :nase: :nase: :nase:
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hajo:
hallo Drosselchen,so kommst Du wenigstens nic
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maik:
Gerade ist Sturm, keine Ahnung wie der heißt.
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Mo:
Als stille Mitleserin nun doch auf "ein" Wort
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Wusel:
Ts Ts Tsich geb' ja zu, die Fachwerksani
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Klatze:
Vielleicht war's ja auch der tibetanisch
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...mal Hallo sagen

Captcha Abfrage



Klatze
*Klopfklopf* jemand zuhause?
Lange nichts von der Spottdrossel gelesen :(
*in den Bürzel kneif* :nase:
20.1.2010-21:31
Tasha
ne, also ich kann immer noch nicht. ich komme nicht durch die capcha :(
aber gut zu wissen, dass ich nicht zu blöd bin!
21.8.2009-18:09
Tasha
Sag mal, bin ich nur zu blöd? Wieso kann ich denn bei dir keine Kommentare mehr abgeben?
:(
21.8.2009-9:14
Gabriela
Nachdem mich der Kommentarcaptcha nicht mochte, sag ich von hier aus : Abspann gelungen, auch wenn die Horrorszene für Arachnophobiker fehlte ;-)
:dafür:
4.8.2009-23:18
Hajo
Hallo Spottdrossel,
jetzt ist mir aber was passiert: hab' ich doch meine E-Mail-Adresse in das Namensfeld geschrieben.
Könntest Du das bitte löschen.
Danke!
27.3.2009-12:38

Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: auswärts essen

Die Größe ist DOCH wichtig

Zwei Orte weiter ist ein schön am Stausee gelegenes Restaurant.

Als wir einmal dort essen wollten, war das Ding grade herrenlos, so geht uns das öfters, wenn wir mal ausgehen wollen. (Zum Glück ist auf die Dönerbude Verlaß).

Jetzt sind neue Wirtsleute drin und es scheint ordentlich Betrieb zu sein. Die Preise auf der Karte haben eine Spanne von "bezahlbar" bis "gehobene Klasse", am Donnerstag hatte ich einen Tisch reserviert, um das Risiko, vor verschlossener Tür zu stehen, in Grenzen zu halten.

Inneneinrichtung war nett, wir hatten einen schönen Tisch mit Blick auf die Pfütze und in einem Anfall von Übermut bestelle ich eine Kürbissuppe als Vorspeise.

Was kommt, ist ein wagenradgroßer Teller mit sehr wohlschmeckender Suppe, und ich mache mir ernsthafte Sorgen, daß die tote Kuh danach nicht mehr reinpaßt.

Der herzallerliebste Schatz grinst mit freundlicher Überlegenheit, er will Platz für sein Straußensteak lassen.

Dann kommt das Hauptgericht, und die Lage auf dem Teller wird.... hmmmm... übersichtlich. Viel Porzellan ist zu sehen, viel dekorativ gestreute Kräuterchen, dazu in meinem Fall ein sehr wohlschmeckendes Stückchen Kuh mit Pilzen und drei Röstitalern. Ohne meinen Riesenteller Suppe vorher hätte ich jetzt recht sparsam aus der Wäsche geguckt.

Das erledigt dafür der herzallerliebste Schatz, der in entfernter Nachbarschaft zu seinem Strauß eine kleine Ansammlung Bratkartoffeln vorfindet.

Der Vogel wäre lecker, den Töffelchen fehle es am Knusperfaktor. Ich habe selbst erst letzte Woche die wirklich perfekten Bratkartoffeln im Gasthaus gefunden, vorher war´s entweder zu fettriefend, zu labberig, zu salzig, "ZU wenig" ergänzt der herzallerliebste Schatz.

Das der teure Vogel nicht im selben Format auf dem Teller landet wie ein 08/15-Schnitzel ist ja verständlich, aber ein paar lumpige Bratkartoffeln mehr hätten es ruhig sein können.

Leider ließ es das Budget nicht zu, eine zweite Portion davon als Nachtisch zu ordern.

Der arme Schatz vernichtet jetzt in der Küche eine Ladung Aufbackbrötchen.

Spottdrossel 13.09.2009, 21.09 | (0/0) Kommentare | PL

Falscher Irrtum

Auf dem Weg zwischen Quartier und Baustelle ist mir ein kleines Gasthaus am Ortsausgang aufgefallen. Eine Umfrage ergab, daß der Vermesser das Ding schon getestet und für gut befunden hat.

Also wollte ich dort heute Mittagessen.

Karte außen studiert zwecks Preisleistungsverhältnis, mangels Alternativen war´s ok, also trabte ich sehr viele Treppenstufen hoch, fand im Gastraum eine zeitunglesende Dame im fortgeschrittenem Alter und weißem Kittel und teilte ihr mit, das ich gerne ein Brätel mit Zwiebeln und Bratkartoffeln hätte.

Zu meiner allergrößten Verwunderung erlebte ich dann das krasse Gegenteil von der sonst üblichen Thüringer Gastfreundlichkeit, sie grummelte irgendwas von Zwiebeln im Garten und Kartoffeln vom Großmarkt und überhaupt ginge das nicht.

?????

Vorsichtige Anfrage meinerseits, es steht doch unten auf der Karte?

Ja, natürlich, trotzdem gibt´s nix, die Zeiten werden immer schlechter, da können Sie jeden hier fragen, die Leute wollen kaum noch was essen...

"Ähhhm - ich wollte doch was essen????"

Wie ein Kastenteufel sauste die Dame mit einem "Ach, Du lieber Gott!" vom Stuhl hoch und erklärte, sie hätte mich für so einen nervigen Vertreter gehalten, anscheinend stehen die dauernd auf der Matte und wollen Klopapier und alles Mögliche und Unmögliche loswerden.

Wild wurmend und knickend entschwand sie Richtung Küche, um mir mein Essen zu machen, ich wurde mit der Zeitung ausgestattet und auf einer sehr hübschen Terrasse geparkt.

Während ich so vor mich hingrinste, fragte ich mich doch langsam, wie sowas passieren kann. Abgesehen davon, daß ich meine Wünsche meistens ausreichend laut mitteile, war ich gewandet in ein recht albernes T-Shirt , dazu ölverschmierte Hosen und die abgelatschten Stiefel.

Entweder, die Dame hatte die Brille nicht auf, oder den Vertretern heutzutage geht es schlechter, als ich dachte, und die laufen alle so rum icon_confused.gif

Spottdrossel 20.05.2009, 19.06 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL

Kleines Wort, große Wirkung

Der Abrechner hat mich heute zu einem mittäglichen Ausflug zum China-Imbiß angestiftet.

Da ich für die letzte derartige Sünde mit übelstem Durst über den Rest des Tages zu kämpfen hatte, wollte ich so ein Vögelchen mit Ananas, in der Hoffnung, das Obst würde die Sache entschärfen.

Mit Ananas gab´s nix, zumindest wurde sie nicht namentlich erwähnt, also Thai-Gerichte. Im Schreibtisch liegt eine Speisekarte mit Kreuzchen und wohlwollenden Kommentaren bei den Gerichten, die getestet und für gut befunden wurden, dummerweise standen wir schon vor der Bude und so oft, daß man den Laden auswendig kennt, waren wir noch nicht da.

Das erste Thai-Vögelchen hatte den Vermerk "scharf". Aber was die in Thailand unter scharf verstehen, ist vielleicht nicht ganz das, was ich noch lustig finde. Alle Gerichte trugen den Vermerk "scharf", nur beim zweiten war es abgeklebt.

Gut, bin ich heute mal feige und nehme das.

Das Futter kam, die Soße war SEHR rot, bei genauerem Hinsehen zeigten sich Ölpfützen darauf in der selben Farbe, wie sie auf dem Sambal Olek zu finden sind, jede Menge rote Chilikrümel noch als Brandbeschleuniger drin, ich nahm einen Bissen - Feueralarm!!!

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Ich esse wirklich gerne scharf, aber das war doch reichlich grenzwertig. Ich pickte unter weitestgehender Umgehung der roten Brandbeschleunigerkrümel die Hauptgewinne aus der Soße, durfte mir im Minutentakt die Nase putzen und grübelte ernsthaft darüber nach, was ich denn jetzt bitte falsch gemacht habe?

Vielleicht haben die mir das Essen, was in der Karte darüber oder darunter steht, gegeben?

Aber warum kommen dann ständig irgendwelche Leute und bestellen das als "scharf" bezeichnete Essen darüber? Bin ich hier das einzige Weichei?

Der Abrechner bestätigte nach einem Mini-Probierbissen, daß ich kein Weichei bin.

Als mein kompletter Hals- und Rachenraum ausreichend Chili-desinfiziert ist, breche ich das Experiment zur Schonung meiner Zunge ab und lasse die Soße mit dem roten Bodensatz übrig.

Beim Bezahlen läßt mich die Neugier nach einem rumliegenden Speisekartenzettel greifen, um herauszufinden, was ich da jetzt bitte gegessen habe.

Tja, und da war dann nichts abgeklebt, das zweite Essen war als einziges "sehr scharf".

Das kann ich hiermit bestätigen und brauche in diesem speziellen Fall vermutlich auf meiner eigenen Karte nichts dazuschreiben; das Menü war unvergeßlich...

Und jetzt kommt irgendwann der Zeitpunkt, wo ich den Fraß auch wieder loswerden möchte..  icon_mttao_fieser_blick.gif

Spottdrossel 24.03.2009, 18.13 | (0/0) Kommentare | PL

VIP-Status

Jetzt kommt der erfreuliche Teil, ich hatte ja schonmal über das Chinarestaurant mit der netten kleinen Erdbeere als Bedienung geschrieben, da wollten wir unseren Teilsieg würdig begehen. Wir gehen da wirklich nicht oft hin, ich schätze mal grob, vielleicht alle 6 bis 8 Wochen, trotzdem wuselte sie wieder begeistert um uns herum und selbstverständlich bekamen wir "unsere" Ecke zum Sitzen. Ich glaube, die letzte Aktion hatte ich gar nicht erzählt, wir bestellen immer nach Karte und sie sagte mir, ich könnte auf Kosten des Hauses am Buffet Eis holen. Der herzallerliebste Schatz wollte keinen Nachtisch und bekam deshalb beim rausgehen eine Flasche Pflaumenwein in die Hand gedrückt.

Diesmal sauste sie mit unserer Bestellung los, kam dann angeflitzt, weil sie vergessen hatte, die Getränkebestellung aufzunehmen, und fegte wieder los in Richtung Buffet. Wir sitzen immer in einem kleinen Extra-Räumchen, da ist weniger Unruhe als direkt am Buffet und ich mag den Geruch der Warmhalteplatten am Buffet nicht. Außer uns saßen noch ein junger Mann und eine junge Frau in dem Raum, dem Gespräch nach beides angehende Lehrer, aber kein Paar, vielleicht Studien- oder Arbeitskollegen. Die kamen mit ihren Vorspeisen vom Buffet vorbeigewandert, unsere kleine Expresserdbeere kam unaufgefordert mit einem Teller Krupuk und WanTan zu uns geflitzt: "Plobielen!" WanTan fand ich immer ein bißchen überbewertet, die hier hatten eine richtig geniale Füllung. In Lichtgeschwindigkeit war unser Essen da, das war vermutlich ein Synergieeffekt durch´s Buffet, und kaum hatte der herzallerliebste Schatz sein Glas leer, stand unsere kleine Erdbeere wie aus dem Boden gewachsen da "Jungel Mann? Nochmal?" Ein neues Getränk wurde gebracht und als sie wieder lossausen wollte, mußten sich die Junglehrer verzweifelt bemerkbar machen, um von ihr beachtet zu werden. Das Essen war wie immer äußerst lecker, natürlich brachte sie danach - weil wir beim ersten Besuch danach gefragt hatten- die Cocktailkarte. Wir würden es gar nicht wagen, keinen Cocktail zu bestellen... Die Cocktails kommen, sehen toll aus und ich lobe die WanTans. "Noch welche essen?!" NEIN!!! Wir platzen! Ich will nur mal testen, ob wir das nächste Mal mehr davon... ok, das ist frech, ich weiß. Zur Rechnung gibt es noch ein leckeres, alkoholfreies, irgendwie kokosnussiges Getränk. Ich habe den Verdacht, das ihr Mann mal in einem richtig guten Restaurant gekocht hat, leider ist ihr Deutsch so schlecht, das sie unsere Frage danach nicht verstanden hatte.

Beim rausgehen drückt sie uns schon wieder eine Flasche Pflaumenwein in die Hand. Langsam bin ich am überlegen, ob es daran liegt, das der herzallerliebste Schatz ziemlich ...hmmm... buddhaförmig ist?   icon_lachtot.gif

Ich habe einen finsteren Plan... kurz vor Weihnachten werden wir ihr eine Kleinigkeit schenken - aber erst, wenn wir schon fast zur Tür draußen sind und sie sich nicht wehren kann...

Spottdrossel 27.10.2008, 21.40 | (0/0) Kommentare | PL

Frauen sind doch alle gleich

Mal wieder meine Lieblingsnervbaustelle. Seit dieser Woche wird asphaltiert (bitte beachten, werte Leser, geteert wird heutzutage nur noch die Lunge, mit diesem Mist bringen mich Zeitung und Radio regelmäßig auf die Palme), was in zwei möglichen Varianten abläuft:

Variante 1: Der Sattelzug kämpft sich mühsam (einmal vorwärts, einmal rückwärts) durch die beschissenen engen Sträßchen, die ich mit dem Skoda schon blöd finde, und der Fahrer kriegt die Krise.

Variante 2: Der Fahrer macht sich´s passend, bügelt paar hundert Meter Bordsteine um, und der Schachtmann kriegt die Krise.

Um die Stimmung zu heben, war es heute brütend heiß dort, Wind war irgendwie grad nicht lieferbar und während ich schon die paar Meter Zeug schleppen vom Skoda zum Bagger meines Vertrauens als Zumutung empfand, mußten unsere armen Schwarzfußindianer dank der vielen Kurven den Asphalt überwiegend von Hand reinzaubern. Heißt: 30 Grad von oben, 170 Grad von unten und dabei bitte fleißig schippen.

Es überrascht wohl nicht, das jeder auf den Tag wartet, wo das verdammte Ding endlich fertig ist.

Einziges Highlight: die Jungs haben einen Chinesen entdeckt, getestet, für gut befunden und mir dankenswerter Weise verraten, wo er zu finden ist. Somit bin ich unterwegs endlich unabhängig vom goldenen M.

Im Lokal steht ein riesiges, wunderschönes Aquarium, es sieht aus wie diese Bildschirmvorführdinger für Fernseher der gehobenen Klasse, nur ist alles live. Ich bewundere das kristallklare Wasser, keine Schnecke bewegt sich irgendwo unbefugt hin und ich frage mich, ob Chinesen die Aquaristik schon in der Schule lernen oder ob es da einen Chinarestaurant-Aquarium-Betüddelunsdienst gibt. Die Bedienung ist nicht so lustig wie unsere kleine Erdbeere zuhause, kann sich dafür besser verständigen, wenn auch mit äußerst lustigem Akzent. Ich komme halbgeschmolzen in das Lokal und sehe leicht fassungslos, das sie grade Stollen aufschneidet. Keine weiteren Fragen...

Essen bestellt, Essen kommt, ist lecker, ein Mann kommt rein und holt sein bestelltes Essen ab, ein zweiter hat eine große Styroporkiste dabei (für die Klugscheißer: ICH weiß, das es eigentlich Polystyrol heißt...). Der Essensausfahrer, denke ich. Die Bedienung fängt an, munter auf chinesisch am Telefon zu schnattern - geht ja auch locker, die Zahl der Mithörer ist ziemlich begrenzt. Während des Essens amüsiere ich mich immer mehr darüber, ich verstehe natürlich kein Wort, aber es ist definitiv ein Frauengespräch. Abwechselnd diese ...ja....mhm......ist klar.....versteh´ich.....nein, natürlich geht das nicht!-Phase, dann wieder wildes Geschnatter, wenn sie was zu berichten hatte, mittendrin fröhliches Gegacker und das Ganze wieder von vorne  icon_lachtot.gifDas scheinen also irgendwie internationale Verhaltensweisen zu sein.

Am Aquarium tut sich auch was. Der Kistenmensch hantiert herum und ich sehe was fühlerwinkendes Garnelenähnliches, was da vorher noch nicht saß. Es werden irgendwelche Sachen rausgezupft, geteilt, umquartiert, irgendein Wasserbewohner weigert sich, seinen Stein herzugeben und wird samt seiner Unterlage in einen Eimer verfrachtet. Der Aquariumbetüddelungsservice. Wußte ich´s doch.

Spottdrossel 09.09.2008, 22.15 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Keine Kartoffelkompetenz

Es ist mal wieder soweit, ich wollte es wirklich vermeiden, aber anscheinend ist mal wieder mein allmonatliches "im Osten war alles besser!"-Gemecker fällig.

Objekt meines Unmutes: Kartoffelsalat. Oder das, was sie hier unten links in Deutschland als Kartoffelsalat bezeichnen. Zwecks Beschleunigung der Nahrungszubereitung und damit die Pfanne einen Tag länger so schön sauber bleibt sollte es gekauften Kartoffelsalat zum Grilltier geben. Die aus dem Kühlregal sind mir immer ein bißchen verdächtig, es sind zwar paar eßbare dabei, aber halt nur "eßbar", nicht "rundum-glücklichmachend". Da ich in solchen Fällen in Schleusingen im Tegut an der Metzgereitheke jahrelang wunderbarsten Kartoffelsalat der Gattung "so-gut-wie-selbstgemacht" geholt habe, war ich der irrigen Annahme, das ginge hier auch.

Natürlich gleich ein größeres Töpfchen genommen, soll ja für zwei Tage reichen.

Das Tierchen war gegrillt, ich nehme den ersten Bissen - sauer. Sonst nix. Es schmeckte nach sauer ohne alles, was einen ordnungsgemäßen Kartoffelsalat ausmacht. Nach ein paar Bissen hatte ich dann beschlossen, den Dreck nicht mehr zu essen, selbst mit einem Bissen Fleisch dazu schmeckte es einfach nur beschissen.

Auf dem Weg zum Müllcontainer noch bei den Herren gefragt, ob jemand Interesse an dem Zeugs hat - die besprachen aber grade ihre traumatischen Erlebnisse mit dem hiesigen Brot und waren dementsprechend voreingenommen. Folglich flogen 3,60 EU in den Müll und als Beilage gab´s Tomaten von einem russischen Kollegen.

Und was lernen wir daraus? Wer Spätzle und Maultaschen zum Nationalgericht erhebt, soll bitte die Finger von Kartoffeln lassen

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Spottdrossel 04.09.2008, 20.34 | (4/3) Kommentare (RSS) | PL

Super Restaurant entdeckt

Ich kann ja nicht immer nur meckern... ok, bißchen schon, genau an dem Tag am Meer war natürlich bescheidenes Wetter, und da wir nicht unbedingt die Actimel-Werbung nachstellen wollten, war´s nix mit schwimmen im Meer. Unser jetziges Hotel ist ok, Zimmer sind bestens, wir haben gelernt, das barrierefreies Hotel bedeutet: großes Bad, und es gab tatsächlich ein Restaurant, in dem wirwas zu essen bekommen konnten. Essen war auch ganz gut, danach wollte ich noch Nachtisch, aber nachdem der Frackträger eine halbe Stunde in Höchstgeschwindigkeit an uns vorbeigesaust war, ohne uns zu beachten, wurde ich langsam grummelig. Der herzallerliebste Schatz hat ihn dann eingefangen, und als er sagte, es ginge nicht, das Abendessen mit auf die Zimmerrechnung zu buchen, wurde mein Schnabel langsam paar Zentimeter länger. Beim selben Eigentümer, und Frühstück bekommen wir auch dort? Der hatte doch bestimmt nur Angst um sein Trinkgeld, unterstelle ich mal.

Eine Spottdrossel ohne Nachtisch neigt etwas zur Bösartigkeit... ich habe halt direkt nach dem Essen bezahlt, aber auch mit Karte, und der Frackträger hatte leider Pech.

Dementsprechend waren wir gestern nicht so motiviert, das Urlaubsabschlußessen hier abzuhalten. Am Strand hab ich dann was gaaaaaaanz Tolles entdeckt, wir haben der Bude erst nicht viel zugetraut, weil schlichter Bau und auf dem Schild stand noch "gute Küche", manche ruhen sich ja auch auf ihrer Lage mit Meerblick aus. Die Karte sah aber recht verlockend aus, also wurde der Laden gestürmt. Drinnen statt Frackgespenst eine freundliche Dame, die sogar Lachen konnte, das Essen war schlicht sensationell, selbst die Beilagen wie Pilze oder simple gebratene Zwiebeln waren um Klassen besser als selbstgemacht (deprimierend, aber wahr), das Fleisch war natürlich äußerst toll und die Portion so, das danach noch Kuchen und russische Schokolade reinpaßte (jawohl, wir wurden gefragt, ob wir noch was wollen). Das Ganze mit Blick auf Sonnenuntergang am Meer.

Wir wollen auf jeden Fall nochmal da hin, wer´s auch testen will: www.hotelnienhaegerstrand.de

Spottdrossel 06.08.2008, 08.02 | (0/0) Kommentare | PL

Phantomrestaurant und andere Merkwürdigkeiten

Wir waren die letzten beiden Tage in einem Hotel bei Magdeburg, und das Ding war ziemlich seltsam. Zimmer und Bad, das ganze Gemäuer war wirklich schön, bloß hatten wir da paar Erlebnisse der besonderen Art.

Es begann schon bei der Ankunft, erst war keiner da, dann kommt ein Mann mittleren Alters angeschlurft, weiß erstmal nix von der Reservierung, findet mich irgendwie im Rechner, wir bekommen einen Zimmerschlüssel und Infos übers Frühstück müssen wir ihm mühsam aus der Nase ziehen. Dafür berichtet er, das abends eine Veranstaltung mit Musik wäre, aber auch kein Kommentar, ob das geschlossene Gesellschaft oder für alle Gäste ist. Ich konnte absolut keine außen hängende Speisekarte entdecken, die Website hatte ich so verstanden, das es auch Futter gibt und auf dem "waren Sie zufrieden?"-Zettel wurde auch nach der Qualität des Restaurants gefragt, folglich muß es ja eins geben. Wir wackeln also nach unten, großes Buffet aufgebaut, nirgends eine Speisekarte zu sehen. Die Dorferkundung vorher hatte schon ein "außer Döner gibt´s hier nix" ergeben, also verhaftet der herzallerliebste Schatz eine herumflitzende Gestalt und nach bißchen hin- und her beschließt der Koch, wir sollen am Buffet mitessen. Super unangenehm, das Ganze, man kommt sich vor wie ein Penner, der sich eingeschlichen hat. Der herzallerliebste Schatz wollte sich schon schmollend und hungrig zurückziehen (schmollen kann er ganz toll), das hatte ich ihm verboten, weil das nicht gerade die Stimmung hebt. Wir pickten uns also unauffällig durch´s Buffet, der herzallerliebste Schatz hat irgendwie eine Getränkebestellung aufgeben können und irgendwann entdecke ich endlich ein paar Servietten, bei denen ich mich selbst bediene. Bei soviel Unklarheiten kann man ja nicht wirklich entspannt essen, hitzebedingt habe ich nicht viel Hunger, picke an bißchen Salat herum und grübele, für wieviel das Buffet wohl abgerechnet wird, vom Aufwand her schätzte ich zwichen 15 und 20 EU pro Person, und für paar Blätter mit bißchen Feta wäre das schon heftig. Als der herzallerliebste Schatz unsere Zimmernummer angeben will, um das Essen darüber abzurechnen, befindet der Koch fröhlich, wir sollen uns eingeladen fühlen. Wir haben zwar den finsteren Verdacht, das der Veranstalter der Feier uns unwissentlich eingeladen hat, beim Gedanken an die geschonte Urlaubskasse hebt sich aber die Laune wieder und die Spottdrossel erbeutet wohlgelaunt ein Glas rote Grütze.

Nachts wurde es dann richtig spaßig, die angekündigte Musik entpuppte sich als Band, die bis nachts um zwölf alles gegeben hat, zum Glück entsprachen sie halbwegs unserem Musikgeschmack. Trotzdem finde ich, man könnte als Hotelbetreiber bei der Buchungsbestätigung ein "ja, aber" reinschreiben, in der Art von "Zimmer haben wir, in der ersten Nacht wird´s laut, wollt ihr es verbilligt nehmen oder es bleibenlassen?" Das wäre in Ordnung gewesen, aber so? Eine ruhebeürftige Omi oder jemand, der beruflich unterwegs ist und morgens früh raus muß, wäre Amok gelaufen.

Nebenbei ist die Minibar erstens laut und zweitens auf Arktis eingestellt, eine Flasche Wasser haben wir uns aufgetaut, der Rest explodierte heute morgen...

Abends stellten wir fest, das erstens die Küche diesmal komplett unbewohnt war, zweitens war wohl kein Zimmermädchen da und folglich auch kein Klopapier. Erst wollte ich aus einem anderen Zimmer welches organisieren, aber es macht ja mehr Spaß, sich telefonisch welches zu bestellen.

Am ersten Morgen war um halb acht das Frühstück noch nicht fertig, dafür wurden wir heute Morgen VOR 7 vom Zimmermädchen geweckt, das unsere Tür aufschloß.

Bei der Abreise löste sich dieses Rätsel dann, der Knilch am ersten Tag (wir fürchten, der Chef) hat zwar lange und tiefsinnig auf den Monitor gestarrt, aber nix eingegeben, das Zimmer war offiziell nicht belegt. Da ärgert man sich schon, das man bei Abreise die Rechnung zahlt, aber irgendein kompetenter Mensch hätte vielleicht meine Reservierungsmail gefunden.

Ich habe so das Gefühl, das Hotel wurde gebaut, weil halt Platz war, richtig freundlich waren nur Opa und Oma, ansonsten hatten wir immer das Gefühl, geduldetes Übel zu sein, zum Glück hat uns bei Abreise niemand gefragt, ob wir zufrieden waren, ich hab nicht mal die Hotelseife mitgenommen, so ging mir der Laden auf den Sender.

Zum Ausgleich dafür wurden wir tagsüber in einigen netten Landgasthöfen freundlich bedient, in einem Chinarestaurant stellte eine gute Fee sogar einen Ventilator auf. Von diesen Highlights haben wir für spätere Aktionen Flyer mitgenommen - die andere Bude sieht uns nie wieder. Grade hab ich bei denen nochmal nachgesehen, auf der Website ist von Frühstücksbuffet die Rede (das war auch gut) und das man da Familienfeiern ausrichten lassen kann, das man aber NUR als Gesellschaft Futter bekommt, wird nicht deutlich erwähnt.

Spottdrossel 04.08.2008, 22.25 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Erziehung und ihre Folgen

Ein gewisses mitlesendes Kleinstlebewesen wird sich jetzt entweder amüsieren oder abstreiten, das die Erziehung jemals Erfolg gehabt hatte...

Ich hatte zwei Termine im selben Ort, zeitlich so blöd, das Heimfahren nicht lohnte, Warten doof war, Infrastruktur in dem Kaff: REWE, McD, BK und Chinese. Also Chinese testen. Problem war nur, das Essen war nicht schlecht, aber nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Bei knusprigem Vogel erwarte ich eine leckere knusprige Haut, hier war das Fleisch in einem Backteig, genauso fettig wie sonst auch, aber mit weniger Geschmack, und das Gemüse bestand zu 95 % aus Sprossen, sonst nicht viel und unspannend bis gar nicht gewürzt. In Kombination mit einem späten Frühstück, da verpennt, war ich dann ziemlich schnell satt. Da ging´s dann los: man wirt kein Essen weg. Also einpacken lassen? Aber wenn´s nicht so toll schmeckt? Wenn man den Teig vom Vogel abpickt, gibt das mit dem Gemüse ein Minimenü für abends. Der herzallerliebste Schatz hat aber schon Essen geplant. Am nächsten Mittag? Sind wir unterwegs.

Dann die Erkenntnis, es ist keine Kühltasche an Bord, also Freispruch, Futter ungekühlt zu lassen ist in dieser Familie unverzeihlich.

Ist aber schon faszinierend, wie manche Sachen sich langfristig "einprogrammieren".

Spottdrossel 26.07.2008, 16.34 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL

Preise haben die hier...

Für Nudeln oder Omelette 12 EU????? Gut, es gibt dazu Pfifferlinge, ein schickes Drumherum und vermutlich Blick über den Rhein (ohnmachtsbedingt bin ich nicht weiter als bis zum Aushang gekommen), verzichte trotzdem.

Bin einem "Flammkuchen"-Schild gefolgt, dadurch in einer Spelunke gelandet, die ich sonst wohl nie betreten hätte (so eine Männer-vor-Spielautomaten-Abstellmöglichkeit), die Bedienung war nett und der Flammkuchen lecker und bezahlbar. Geht doch!

Was lernen wir daraus? Ich muß hier wohl mein Gaststätten-Beuteschema mal überarbeiten...

Spottdrossel 22.07.2008, 17.46 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL