Spottdrossel

Im Jahr 2009 bleibt das hier weiterhin stricknadelfreie Zone. Die Spottdrossel sitzt in bewährter Weise auf ihrer Stromleitung, krächzt so über dies und das, und wenn andere seltsame Vögel vorbeigeflogen kommen, sind sie herzlich eingeladen, mitzukrächzen. Sonst fühlt sich das an wie bei einem Handygespräch, wo einer der Beteiligten nicht zu verstehen ist, und wie nervig das ist, wird wohl jeder wissen. Daher: jeder, der die Rächtschraibunk noch einigermaßen beherrscht und alt genug ist, die Funkion von Großbuchstaben zu kennen, darf hier gerne kommentieren. Neumodisches Internet"deutsch" ist nicht so mein Fall, da steht mir das Gefieder senkrecht.

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Spottdrossel
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Mitgekrächzt:
hajo:
siiiiste, das ist der Unterschied zum 2000Eur
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sorgenlos:
Wir hatten im "alten" Garten eine richtige Ma
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Wusel:
jezt wollte Freund Maulwurf mal behilflich se
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:
Nee, Klatze, das Drosselchen ist doch der Hau
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Klatze:
Da legt er drauf... :nase: :nase: :nase:
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hajo:
hallo Drosselchen,so kommst Du wenigstens nic
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maik:
Gerade ist Sturm, keine Ahnung wie der heißt.
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Mo:
Als stille Mitleserin nun doch auf "ein" Wort
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Wusel:
Ts Ts Tsich geb' ja zu, die Fachwerksani
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Klatze:
Vielleicht war's ja auch der tibetanisch
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...mal Hallo sagen

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Klatze
*Klopfklopf* jemand zuhause?
Lange nichts von der Spottdrossel gelesen :(
*in den Bürzel kneif* :nase:
20.1.2010-21:31
Tasha
ne, also ich kann immer noch nicht. ich komme nicht durch die capcha :(
aber gut zu wissen, dass ich nicht zu blöd bin!
21.8.2009-18:09
Tasha
Sag mal, bin ich nur zu blöd? Wieso kann ich denn bei dir keine Kommentare mehr abgeben?
:(
21.8.2009-9:14
Gabriela
Nachdem mich der Kommentarcaptcha nicht mochte, sag ich von hier aus : Abspann gelungen, auch wenn die Horrorszene für Arachnophobiker fehlte ;-)
:dafür:
4.8.2009-23:18
Hajo
Hallo Spottdrossel,
jetzt ist mir aber was passiert: hab' ich doch meine E-Mail-Adresse in das Namensfeld geschrieben.
Könntest Du das bitte löschen.
Danke!
27.3.2009-12:38

Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Service

Aufstand!!!

Ich hatte mich ja hier schonmal "lobend" über unseren Abfallentsorger ausgelassen. Jetzt gibt es ein neues Highlight:

Zwecks Stellenanzeigen für den herzallerliebsten Schatz holen wir Samstags meistens einen Packen Tageszeitungen. Dabei sind mir im Herbst schon diverse Berichte begegnet, daß eine Handvoll aufrechter Bürger ins Gefecht gegen den Abfallentsorger zieht, weil der ein paar lustige Neuerungen einführen will.

Geht wohl nur Stadtmenschen was an, dachte ich, hier war nie die Rede von Änderungen.

Gestern dann ein schriftliches Schreiben per Postwurf im Briefkasten, datiert mit "im November" - knapp daneben, würde ich sagen- wo mitgeteilt wird, wir bekommen neue Mülltonnen, mit Chip.

Dann ist noch die Rede von mengenabhängiger Abrechnung und Gutschrift für Altpapier.

Hört sich ja nicht weiter bedrohlich an, denke ich.

Dann wird freundlich mitgeteilt, das niemand im Voraus weiß, wie hoch die Gebühren werden, und man eine Blanko-Einzugsermächtigung ausfüllen soll.

Jetzt interessiere ich mich aber schon dafür, wie hoch denn da bitte was abgerechnet wird, im Moment bezahlen wir die Tonnen für die leerstehende Wohnung mit, um den alten Plunder, der noch rumfliegt, beerdigen zu können, und je nach Kostenfaktor würde ich die dann abmelden.

Also die Homepage von dem "kundenorientierten Serviceunternehmen" angeschaut, da wird mir erzählt, welcher Müll in welche Tonne soll, aber nicht, was die Tonne dann kostet.

Wozu gibt es Suchmaschinen?

Name des Müllhais + Gebühren eingegeben und siehe da, seitenweise Zeitungsberichte über ihre miserable Informationspolitik, Stellungnahmen von stocksauren Bürgermeistern, die sich vergackeiert fühlen, und die einzige Preistabelle finde ich auf der Seite der aufständischen Bürger, den Vogelsberger Müllrebellen.

Ist doch echt pfiffig, wenn sich die Kundschaft nur beim "Feind" informieren kann...

Kernpunkt ist wohl, es wird ein pro-Kopf-Müllvolumen angenommen, man kann nicht die Tonne nach Bedarf ordern, sondern bekommt was zugeteilt, im Zweifelsfall immer zu groß.

Die Familien laufen Amok deswegen, genaugenommen werden wir auch benachteiligt, ich lasse schließlich zwei Drittel meines Mülls im Camp, da brauche ich keine leere Tonne für finanzieren.

Wenn ich´s richtig verstanden habe, werden auch die Papiertonnen nach seltsamen Gesichtspunkten zugeteilt, vermutlich, weil das über 20 Jahre reibungslos geklappt hatte.

Neee, Leute, so nicht!

Diese Weihnachten wird zum ersten Mal was gespendet, und zwar für die Klage gegen den ZAV.

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Schätzungsweise ist mir jetzt der Preis für den unweihnachtlichsten Beitrag sicher, ein besinnliches Schneebildchen gibt´s dann halt morgen.

Spottdrossel 24.12.2009, 14.59 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL

Große Scheine, großes Problem

Als ich den Wohnwagen verkaufte, hatten wir abends noch eine Schnitzeljagd der besonderen Art.

Der Knilch hatte mich nämlich noch runtergehandelt, zur Strafe mußte er aber zusehen, wie er seinen 500 EU-Schein kleinbekommt. Da er dunkle Haare hatte, bemerkte er nicht ganz zu Unrecht, ich müßte mitkommen, da kein unbescholtener Bürger von ihm so einen großen Schein annimmt.

Folglich wurde sein Kollege bei uns im Hof ausgesetzt und wir sausten im Sprinter los, meine erste Anlaufstelle war die Bäckerei, die hatten freundlicherweise am Privathaus keine Klingel, Futtermittelhandel konnte auch nicht wechseln, freute sich aber zu erfahren, wem denn der Wohnwagen gehört hatte, Postfiliale mit kleinem Getränkemarkt auch keine Chance, dafür 2 nette Hunde kennengelernt.

Weiter zu dem Restaurant, wo´s für großes Geld kleine Portionen gibt, die hatten gerade erst aufgemacht und die Kasse noch leer.

Also blieb als letzte Hoffnung der große Supermarkt mit Lieblingskassiererin, die können gleich prüfen, ob der Schein echt ist, dürfte also kein Problem sein.

Ja, denkste.

Kassiererin schickte mich ins Büro, da bekam ich dann die Belehrung, Geld wechseln fällt unter "Bankgeschäfte", und das dürften sie nicht.

Allerdings gab es auch einen sachdienlichen Hinweis, welche Kasse wohlgefüllt sein müßte, an der bezahlte ich dann eine Maurer-Times mit dem 500er, um den Tatbestand der Bankgeschäfte zu umgehen.

Und warum erzähle ich das jetzt?

Weil meine Kollegin vom Chef mit einem 500er zur BANK geschickt wurde und die rumzickten, von wegen, sie sei keine Kundin und wegen der Autobahn nebenan wüßte man nie und überhaupt...

Hallo? Die Pfeifen haben doch die Möglichkeit, den Schein zu prüfen, und wenn er echt ist, kann´s ihnen doch piepegal sein, ob der aus schwarzen, weißen oder grauen Geschäften kommt, ihre Bilanz stimmt trotzdem.

Nach einigem Palaver bekamen die Bankheinis dann mit, von welcher Firma sie kommt und haben gnädig den Schein gewechselt, aber ich frage mich wirklich, warum die Banken erst große Scheine in Umlauf bringen und sich dann weigern, sie zu wechseln.

Spottdrossel 25.11.2009, 13.20 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL

Zetteljagd

Ich weiß nicht, wie das bei der geschätzten Leserschaft so auf der Arbeit läuft, aber meistens ist es doch so, daß jemand anruft, irgendwelche Wünsche äußert und man rotiert dann herum, um die Person so gut wie möglich zufriedenzustellen.

Geht allerdings auch anders.

Ich brauche von einem Steinbruch eine simple Eignungsprüfung, wo der Schlagzertrümmerungswert von ihrem Gestein draufsteht. Theoretisch keine große Sache, wer für Straßenbau zugelassen ist, hat das in der Schublade.

Also erstmal vom Lieferschein den Name des Steinbruches und die Telefon- und Faxnummer der Hauptzentrale abgepinselt.

In einer Mail dann Name und Mailadresse einer verantwortlichen Person gefunden, noch besser, sowas mache ich am liebsten schriftlich, das ist idiotensicher.

Wenn denn eine Antwort käme...

Also wurde bei der Zentrale angerufen.

Ich sage mein Sprüchlein auf, werde "der Herr ist zuständig" weiterverbunden und der zuständige Herr am Hauptsitz gibt mir Name und Telefonnummer des betroffenen Steinbruchs.

(Und warum habe ich in der Zentrale angerufen? Weil die Kameraden in den Brüchen nie Bock auf Papierkrieg haben und das IMMER über die Zentrale läuft...)

Die Dame im Bruch war dementsprechend not amused, als ich ihr erzählte, wie ich bei ihr gelandet bin, bekam ich noch einen ungehaltenen Betriebsleiter an die Strippe und eine Telefonnummer vom Zentrallabor.

Na bitte, das hört sich doch vielversprechend an...

Dafür geht dann keiner dran.

Nach vier noch ein Versuch, auf einmal habe ich eine Dame dran.

"Ich bräuchte von Bruch XY mal irgendeine Eignungsprüfung."

"Könnten sie morgen nochmal anrufen? Dann ist der Chef da..."

Anscheinend kann außer dem keiner das Fax bedienen.

SO möchte ich mal arbeiten!

(und eigentlich müßte ich als Rache verpetzen, was die für lustige Namen hatten, das war der einzige Trost bei der Sache)

Spottdrossel 04.11.2009, 21.52 | (0/0) Kommentare | PL

Kein Geld

Wenn zwei Tage hintereinander (heute hab ich´s gar nicht versucht) der Geldautomat außer Betrieb ist und noch nicht mal ein "Tut uns leid"-Zettel mit Hinweis auf den nächsten Automaten dranhängt, dann finde ich das, um mal die für mich unverständliche Postbank-Werbung zu übernehmen, ärgerlICH.

Spottdrossel 07.10.2009, 09.30 | (0/0) Kommentare | PL

"Das geht nicht!"

Die Spottdrossel startet ein Gefecht mit dem Abfallentsorger.

Den Rest kann man, denke ich, der Mail entnehmen:

Sehr geehrte Damen und Herren,
 
im Dezember letzten Jahres schickte ich Ihnen eine Abrufkarte für Sperrmüll. Nach Rückfrage im Januar stellte sich heraus, das diese offensichtlich nie ankam und somit eine Sperrmüllabfuhr sowie einmal Rückporto verloren ist.
Bedingt durch die genaue Anmeldung auf den Karten blockiert der Sperrmüll natürlich seit Dezember unseren Keller. Mein Mann fragte daher eine ihrer Mitarbeiterinnen telefonisch, ob es möglich wäre, den Sperrmüll gegen Abgabe einer Abholkarte selber zur Deponie Bastwald zu bringen.
Antwort: "Das geht nicht."
Argumente, warum es nicht geht, kamen keine, dafür aber der Hinweis, das wir in Spottdrosselhausen mit 6 Wochen Wartezeit rechnen könnten, bis sich eine Abholung lohnt.
Auf ihrer Website bezeichnen sie sich als "leistungsstarkes, kundenorientiertes Serviceunternehmen "
das System mit den Abholkarten hat sicherlich organisatorische Vorteile, für Berufstätige fand ich es allerdings wesentlich angenehmer, am Tag vor dem Abholtermin durch´s Haus zu laufen, einmal "auszumisten" und der Fall war erledigt. Jetzt muß alles vorher gesammelt werden, aufgelistet und dann muß der ganze Krempel bis zum Abholtermin parat liegen - in unserem Fall ganze 6 Wochen.
Können Sie mir bitte daher erklären, warum es ein Problem sein soll, wenn wir den Müll aus dem Weg haben möchten, ihnen den Müll selber anliefern und dafür eine Abholkarte quasi "entwerten" lassen?
Sie schreiben, das beste Mittel sei Abfallvermeidung - langsam kann ich nachvollziehen, warum Leute ihren Dreck irgendwo an der Straße rauswerfen, hätten wir eine kleine Mietwohnung mit wenig Keller, wäre dieser seit vier Monaten blockiert.
 
Ich würde mich über eine für Laien nachvollziehbare Erklärung freuen - noch mehr freuen würde ich mich über eine Mitteilung, die Dame hätte sich geirrt und wir könnten nächsten Samstag unseren Sperrmüll abfahren.
 
Mit freundlichen Grüßen
ein Vogel mit geschärftem Schnabel

Spottdrossel 09.03.2009, 13.08 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL

Verschlimmoptimiert

Beschwerdemail, zweiter Teil:

Ich versuchte es also bei "Hilfe & Service". Hätte ich bei dem Verein nicht unbedingt erwartet, aber einen Versuch ist´s wert.

"E-Mail an uns" klingt doch wunderbar. Es wird zwar auch ein supertolles Störungsmeldungsangebot gemacht, aber ich habe berechtigten Zweifel, wie ich Kollege Computer eine Anfrage über Störungen, die a.) wieder behoben sind und b.) in den letzten paar Wochen stattfanden, klarmachen soll.

Also Emil an uns.

Anfrage senden klingt schonmal hilfreich. Ja bitte, das möchte ich.

Die Seite läuft bei mir in Beamtengeschwindigkeit, keine Ahnung, vermutlich, um den letzten von der Notwendigkeit eines DSL-Anschlusses zu überzeugen.

Ich sehe ständig nur ....wird gewartet. Na prima. Ich warte also.

Jetzt habe ich die Auswahl: ich kann mich bei denen anmelden. Hätten die gerne, will ich aber nicht. Ich will rummäkeln.

Na bitte, es geht auch "weiter ohne Anmeldung". Telefonnummer muß ja wohl reichen.

Ich warte...

Jetzt wird mit Dropdownfeldern vorsortiert. Anlaß: T-Home, T-Mobile... geht´s auch mal Deutsch? Für mich heißt das immer noch "Festnetz". Also "Home" (wenn ich das schon höre...), will ins nächste Dropdownfeld Thema: Telefonieren

und warte

und warte

und warte

dann endlich Unterthema: na was wohl? Störung

und warte

und warte

und warte

Und es passiert nichts mehr.

Also das Ganze nochmal von vorne.

T-Home

warten

warten

warten

telefonieren

warten

warten

warten

Störungsmeldung

warten

warten

warten

Dann geht ein Fenster auf: "An Ihrem ISDN, Analog oder DSL Anschluss ist eine Störung aufgetreten? Wir bedauern das.
Melden Sie die Störung doch einfach direkt online an den
Technischen Kundendienst von Telekom und benutzen Sie dazu unser

:: Online-Formular zur Störungsmeldung

Ihre Störung wird dann schnellstmöglich behoben.

Tja, ich bedauere das auch. Keine Chance, denen was schriftlich mitzuteilen. Mein Schnabel verlängert sich langsam erheblich.

Also wieder von vorne, der Mensch hat ja sonst nichts zu tun:

T-Home

warten

warten

warten

telefonieren

warten

warten

warten

Standart/ ISDN (veralbern kann ich mich selber)

warten

warten

warten

und siehe da, ein Eingabefeld, wo ich mich schon erheblich zusammenreisen mußte, um nicht unhöflich zu werden...

Gab es da nicht mal ein Gleichbehandlungsgesetz oder sowas in der Art? Die Telekom bringt es jedenfalls fertig, daß man bei einer Onlineanfrage genausoviel sinnlose Zeit vertrödelt, als wenn man bei der Hotline angerufen hätte.


Spottdrossel 28.01.2009, 21.56 | (0/0) Kommentare | PL

Geschäftsidee

Im Januar war jetzt fünfmal die Telefonleitung tot. Oder andersherum, fünfmal wollte ich telefonieren oder ins Internet und konnte nicht bzw. wurde rausgeschmissen. Was das Telefon tagsüber so treibt, wenn ich nicht da bin, weiß ich ja nicht, es könnten also noch mehr Störungen sein.

Folglich begebe ich mich auf die Website der Telekomiker, um mich zu beschweren.

Da kann man natürlich jeden Mist anklicken, nur den Programmpunkt "meckern" kann ich einfach nicht finden.

Plan B, versuchen wir´s mal mit "Störungen", vielleicht bin ich da ja richtig.

Und da lese ich doch tatsächlich das hier:

Kein Freizeichen oder keine Verbindung mehr? Dann sind unsere Servicemitarbeiter gerne jederzeit für Sie da. Innerhalb von nur acht Stunden wird Ihre vorliegende Anschlussstörung behoben.
 
Vor-Ort-Service 8h Entstörzeit

  • Störungsannahme rund um die Uhr
  • Reaktionszeit maximal 1 Stunde
  • Entstörung rund um die Uhr
  • Entstörfrist bis zu 8 Stunden
  • Entstörung im Netz (DSL, ISDN, Standard-Anschluss)
  • Günstiger Preis: nur 2,99 €/Monat

... und frage mich, ob da ein gewisses System hinter der Sache steckt???? Ein Abo auf eine funktionierende Leitung, für die ich schon Grundgebühr bezahle???

Spottdrossel 28.01.2009, 20.10 | (0/0) Kommentare | PL

Phantomrestaurant und andere Merkwürdigkeiten

Wir waren die letzten beiden Tage in einem Hotel bei Magdeburg, und das Ding war ziemlich seltsam. Zimmer und Bad, das ganze Gemäuer war wirklich schön, bloß hatten wir da paar Erlebnisse der besonderen Art.

Es begann schon bei der Ankunft, erst war keiner da, dann kommt ein Mann mittleren Alters angeschlurft, weiß erstmal nix von der Reservierung, findet mich irgendwie im Rechner, wir bekommen einen Zimmerschlüssel und Infos übers Frühstück müssen wir ihm mühsam aus der Nase ziehen. Dafür berichtet er, das abends eine Veranstaltung mit Musik wäre, aber auch kein Kommentar, ob das geschlossene Gesellschaft oder für alle Gäste ist. Ich konnte absolut keine außen hängende Speisekarte entdecken, die Website hatte ich so verstanden, das es auch Futter gibt und auf dem "waren Sie zufrieden?"-Zettel wurde auch nach der Qualität des Restaurants gefragt, folglich muß es ja eins geben. Wir wackeln also nach unten, großes Buffet aufgebaut, nirgends eine Speisekarte zu sehen. Die Dorferkundung vorher hatte schon ein "außer Döner gibt´s hier nix" ergeben, also verhaftet der herzallerliebste Schatz eine herumflitzende Gestalt und nach bißchen hin- und her beschließt der Koch, wir sollen am Buffet mitessen. Super unangenehm, das Ganze, man kommt sich vor wie ein Penner, der sich eingeschlichen hat. Der herzallerliebste Schatz wollte sich schon schmollend und hungrig zurückziehen (schmollen kann er ganz toll), das hatte ich ihm verboten, weil das nicht gerade die Stimmung hebt. Wir pickten uns also unauffällig durch´s Buffet, der herzallerliebste Schatz hat irgendwie eine Getränkebestellung aufgeben können und irgendwann entdecke ich endlich ein paar Servietten, bei denen ich mich selbst bediene. Bei soviel Unklarheiten kann man ja nicht wirklich entspannt essen, hitzebedingt habe ich nicht viel Hunger, picke an bißchen Salat herum und grübele, für wieviel das Buffet wohl abgerechnet wird, vom Aufwand her schätzte ich zwichen 15 und 20 EU pro Person, und für paar Blätter mit bißchen Feta wäre das schon heftig. Als der herzallerliebste Schatz unsere Zimmernummer angeben will, um das Essen darüber abzurechnen, befindet der Koch fröhlich, wir sollen uns eingeladen fühlen. Wir haben zwar den finsteren Verdacht, das der Veranstalter der Feier uns unwissentlich eingeladen hat, beim Gedanken an die geschonte Urlaubskasse hebt sich aber die Laune wieder und die Spottdrossel erbeutet wohlgelaunt ein Glas rote Grütze.

Nachts wurde es dann richtig spaßig, die angekündigte Musik entpuppte sich als Band, die bis nachts um zwölf alles gegeben hat, zum Glück entsprachen sie halbwegs unserem Musikgeschmack. Trotzdem finde ich, man könnte als Hotelbetreiber bei der Buchungsbestätigung ein "ja, aber" reinschreiben, in der Art von "Zimmer haben wir, in der ersten Nacht wird´s laut, wollt ihr es verbilligt nehmen oder es bleibenlassen?" Das wäre in Ordnung gewesen, aber so? Eine ruhebeürftige Omi oder jemand, der beruflich unterwegs ist und morgens früh raus muß, wäre Amok gelaufen.

Nebenbei ist die Minibar erstens laut und zweitens auf Arktis eingestellt, eine Flasche Wasser haben wir uns aufgetaut, der Rest explodierte heute morgen...

Abends stellten wir fest, das erstens die Küche diesmal komplett unbewohnt war, zweitens war wohl kein Zimmermädchen da und folglich auch kein Klopapier. Erst wollte ich aus einem anderen Zimmer welches organisieren, aber es macht ja mehr Spaß, sich telefonisch welches zu bestellen.

Am ersten Morgen war um halb acht das Frühstück noch nicht fertig, dafür wurden wir heute Morgen VOR 7 vom Zimmermädchen geweckt, das unsere Tür aufschloß.

Bei der Abreise löste sich dieses Rätsel dann, der Knilch am ersten Tag (wir fürchten, der Chef) hat zwar lange und tiefsinnig auf den Monitor gestarrt, aber nix eingegeben, das Zimmer war offiziell nicht belegt. Da ärgert man sich schon, das man bei Abreise die Rechnung zahlt, aber irgendein kompetenter Mensch hätte vielleicht meine Reservierungsmail gefunden.

Ich habe so das Gefühl, das Hotel wurde gebaut, weil halt Platz war, richtig freundlich waren nur Opa und Oma, ansonsten hatten wir immer das Gefühl, geduldetes Übel zu sein, zum Glück hat uns bei Abreise niemand gefragt, ob wir zufrieden waren, ich hab nicht mal die Hotelseife mitgenommen, so ging mir der Laden auf den Sender.

Zum Ausgleich dafür wurden wir tagsüber in einigen netten Landgasthöfen freundlich bedient, in einem Chinarestaurant stellte eine gute Fee sogar einen Ventilator auf. Von diesen Highlights haben wir für spätere Aktionen Flyer mitgenommen - die andere Bude sieht uns nie wieder. Grade hab ich bei denen nochmal nachgesehen, auf der Website ist von Frühstücksbuffet die Rede (das war auch gut) und das man da Familienfeiern ausrichten lassen kann, das man aber NUR als Gesellschaft Futter bekommt, wird nicht deutlich erwähnt.

Spottdrossel 04.08.2008, 22.25 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Wunderbares www, Fortsetzung

Ach wie süß... Grad kam eine Mail der Servicefee, beim Täterprofil tippe ich mal auf "Deutsch perfekt, aber nicht Muttersprachler"

Der Beweis?

Wir danken Ihnen für die Mitteilung dieser Anomalie.

Um Ihnen angenehm zu sein und Sie nicht länger warten zu lassen, biete ich Ihnen...

Ist doch drollig, oder?

Spottdrossel 19.06.2008, 14.44 | (0/0) Kommentare | PL

Wunderbares www

Da will ich mal was bestellen und komme leichtsinnigerweise auf die Idee, zwecks Briefmarkenersparnis geht das doch auch per Internet. Ich klicke munter vor mich hin, freue mich, wie toll das alles funktioniert und will dann noch eine Lieferadresse angeben, bevor unser kompetentes Paketbringpersonal wieder meine Post irgendwo in der Nachbarschaft verteilt und ich nicht weiß, wo´s ist.

Ich tippe brav die Adresse ein, klicke auf "weiter", sagt er: Adresse nicht aussagefähig.

Hä???? Alle Felder waren ausgefüllt.

Nächster Versuch, alles wieder reingehackt, da sehe ich, die Rechnungsadresse ist jetzt auch leer. Will ich ausfüllen, da nimmt der Spaßvogel beim Ort nur 4 Stellen an. Dummerweise wohne ich nicht in Ulm...

Will der mich verarschen? Test in Word, Tastatur funktioniert, Spottdrossel langsam gereizt. Beschließe, Postleitzahl und 4 Buchstaben müssen reichen. "Absenden"

GEBURTSDATUM IST FALSCH

Geht´s noch??? Erstens steht´s da richtig, und zweitens kann das Dreckding das nicht wissen.

Mission abgebrochen und Fragezeichen-Mail an den Kundenservice geschickt, mal sehen, was passiert.

In der Zeit hätte ich locker eine Briefmarke gefunden und den Brief eingeworfen...

Spottdrossel 19.06.2008, 09.41 | (0/0) Kommentare | PL