Spottdrossel

Im Jahr 2009 bleibt das hier weiterhin stricknadelfreie Zone. Die Spottdrossel sitzt in bewährter Weise auf ihrer Stromleitung, krächzt so über dies und das, und wenn andere seltsame Vögel vorbeigeflogen kommen, sind sie herzlich eingeladen, mitzukrächzen. Sonst fühlt sich das an wie bei einem Handygespräch, wo einer der Beteiligten nicht zu verstehen ist, und wie nervig das ist, wird wohl jeder wissen. Daher: jeder, der die Rächtschraibunk noch einigermaßen beherrscht und alt genug ist, die Funkion von Großbuchstaben zu kennen, darf hier gerne kommentieren. Neumodisches Internet"deutsch" ist nicht so mein Fall, da steht mir das Gefieder senkrecht.

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Spottdrossel
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Mitgekrächzt:
Klatze:
Vielleicht hilfts dem GPS-Geier ja:Hier klick
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Mo:
...und wieder ich:Nach der Baustelle wäre dan
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Mo:

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hajo:
Drosselchen, sei doch nicht so fantasielos: I
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hajo:
siiiiste, das ist der Unterschied zum 2000Eur
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sorgenlos:
Wir hatten im "alten" Garten eine richtige Ma
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Wusel:
jezt wollte Freund Maulwurf mal behilflich se
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:
Nee, Klatze, das Drosselchen ist doch der Hau
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Klatze:
Da legt er drauf... :nase: :nase: :nase:
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hajo:
hallo Drosselchen,so kommst Du wenigstens nic
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...mal Hallo sagen

Captcha Abfrage



Klatze
*Klopfklopf* jemand zuhause?
Lange nichts von der Spottdrossel gelesen :(
*in den Bürzel kneif* :nase:
20.1.2010-21:31
Tasha
ne, also ich kann immer noch nicht. ich komme nicht durch die capcha :(
aber gut zu wissen, dass ich nicht zu blöd bin!
21.8.2009-18:09
Tasha
Sag mal, bin ich nur zu blöd? Wieso kann ich denn bei dir keine Kommentare mehr abgeben?
:(
21.8.2009-9:14
Gabriela
Nachdem mich der Kommentarcaptcha nicht mochte, sag ich von hier aus : Abspann gelungen, auch wenn die Horrorszene für Arachnophobiker fehlte ;-)
:dafür:
4.8.2009-23:18
Hajo
Hallo Spottdrossel,
jetzt ist mir aber was passiert: hab' ich doch meine E-Mail-Adresse in das Namensfeld geschrieben.
Könntest Du das bitte löschen.
Danke!
27.3.2009-12:38

Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Kundendienst

Fordern statt fördern

Meine Freundin möchte von einem schon viel zu lange durchgezogenen, nur als Notlösung gedachten Scheißjob zu etwas wechseln, wo man auch mal denken darf, ohne angeschissen zu werden.

Da es ja momentan rundherum eher mager ist, schlug ich vor, auch mal beim Arbeitsamt Bescheid zu sagen, kostet ja nix und vielleicht hat da mal jemand einen lichten Moment...

Erstes Highlight war ein Brief in wunderbarstem Hartz4-Empfänger-Drangsalierton, in dem sie aufgefordert wurde, bis zum XX.YY. ihre Unterlagen abzugeben. Hallo??? Sie muß gar nichts, sie WILL eine andere Arbeitsstelle. Daß die Kameraden nur fähig sind, ihr Standartschreiben rauszuschicken, haben wir ja noch mit Humor genommen, man hätte aber auch einfach das Terminfeld freilassen können, sie ist schließlich zu nichts verpflichtet.

Jetzt kam die Krönung, eben erzählt sie mir am Telefon (es ging mal, Hurra!) unter der Überschrift "Wie schön, daß Arbeitslose flexibel sein sollen, das Arbeitsamt es aber nicht sein muß", von einem Schreiben, in dem die Bearbeiterin freundlich mitteilte, sie wäre eine Teilzeitkraft, könne daher nur Vormittags Termine vergeben, einmal grade noch so um 16 Uhr, ansonsten morgens gleich um 8 (gute Frau, andere Leute arbeiten da längst...), vielleicht könnte meine Freundin ja Urlaub nehmen oder im Rahmen eines Arbeitszeitkontos...blablabla.

Herrlich, oder? Dann nimmt man noch Urlaub, um zu erfahren, daß die gute Dame auch nichts spannendes Neues weiß - nix gibt´s. Urlaub wird gespart für Vorstellungsgespräche, und meine Freundin wird das Experiment starten, die Herrschaften auf ihre Öffnungszeiten bis 18 Uhr hinzuweisen und sie auffordern, den Knilch zu finden, der um die Zeit noch da ist, und ihn ihr zuzuteilen.

Wir sind gespannt...

Ich war 10 Jahre im öffentlichen Dienst (und genau aus dem Grund bin ich geflüchtet): REFORM bedeutet da, die niederen Dienstgrade zu schikanieren, Unnötiges zu verstärken und ein paar neue Namen zu erfinden.

Beim Arbeitsamt wurde der Arbeitssuchende umgetauft in "Kunde" - ist aber noch verdammt weit weg von "Kunde ist König".

Spottdrossel 28.01.2009, 22.22 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL

Verschlimmoptimiert

Beschwerdemail, zweiter Teil:

Ich versuchte es also bei "Hilfe & Service". Hätte ich bei dem Verein nicht unbedingt erwartet, aber einen Versuch ist´s wert.

"E-Mail an uns" klingt doch wunderbar. Es wird zwar auch ein supertolles Störungsmeldungsangebot gemacht, aber ich habe berechtigten Zweifel, wie ich Kollege Computer eine Anfrage über Störungen, die a.) wieder behoben sind und b.) in den letzten paar Wochen stattfanden, klarmachen soll.

Also Emil an uns.

Anfrage senden klingt schonmal hilfreich. Ja bitte, das möchte ich.

Die Seite läuft bei mir in Beamtengeschwindigkeit, keine Ahnung, vermutlich, um den letzten von der Notwendigkeit eines DSL-Anschlusses zu überzeugen.

Ich sehe ständig nur ....wird gewartet. Na prima. Ich warte also.

Jetzt habe ich die Auswahl: ich kann mich bei denen anmelden. Hätten die gerne, will ich aber nicht. Ich will rummäkeln.

Na bitte, es geht auch "weiter ohne Anmeldung". Telefonnummer muß ja wohl reichen.

Ich warte...

Jetzt wird mit Dropdownfeldern vorsortiert. Anlaß: T-Home, T-Mobile... geht´s auch mal Deutsch? Für mich heißt das immer noch "Festnetz". Also "Home" (wenn ich das schon höre...), will ins nächste Dropdownfeld Thema: Telefonieren

und warte

und warte

und warte

dann endlich Unterthema: na was wohl? Störung

und warte

und warte

und warte

Und es passiert nichts mehr.

Also das Ganze nochmal von vorne.

T-Home

warten

warten

warten

telefonieren

warten

warten

warten

Störungsmeldung

warten

warten

warten

Dann geht ein Fenster auf: "An Ihrem ISDN, Analog oder DSL Anschluss ist eine Störung aufgetreten? Wir bedauern das.
Melden Sie die Störung doch einfach direkt online an den
Technischen Kundendienst von Telekom und benutzen Sie dazu unser

:: Online-Formular zur Störungsmeldung

Ihre Störung wird dann schnellstmöglich behoben.

Tja, ich bedauere das auch. Keine Chance, denen was schriftlich mitzuteilen. Mein Schnabel verlängert sich langsam erheblich.

Also wieder von vorne, der Mensch hat ja sonst nichts zu tun:

T-Home

warten

warten

warten

telefonieren

warten

warten

warten

Standart/ ISDN (veralbern kann ich mich selber)

warten

warten

warten

und siehe da, ein Eingabefeld, wo ich mich schon erheblich zusammenreisen mußte, um nicht unhöflich zu werden...

Gab es da nicht mal ein Gleichbehandlungsgesetz oder sowas in der Art? Die Telekom bringt es jedenfalls fertig, daß man bei einer Onlineanfrage genausoviel sinnlose Zeit vertrödelt, als wenn man bei der Hotline angerufen hätte.


Spottdrossel 28.01.2009, 21.56 | (0/0) Kommentare | PL

Geschäftsidee

Im Januar war jetzt fünfmal die Telefonleitung tot. Oder andersherum, fünfmal wollte ich telefonieren oder ins Internet und konnte nicht bzw. wurde rausgeschmissen. Was das Telefon tagsüber so treibt, wenn ich nicht da bin, weiß ich ja nicht, es könnten also noch mehr Störungen sein.

Folglich begebe ich mich auf die Website der Telekomiker, um mich zu beschweren.

Da kann man natürlich jeden Mist anklicken, nur den Programmpunkt "meckern" kann ich einfach nicht finden.

Plan B, versuchen wir´s mal mit "Störungen", vielleicht bin ich da ja richtig.

Und da lese ich doch tatsächlich das hier:

Kein Freizeichen oder keine Verbindung mehr? Dann sind unsere Servicemitarbeiter gerne jederzeit für Sie da. Innerhalb von nur acht Stunden wird Ihre vorliegende Anschlussstörung behoben.
 
Vor-Ort-Service 8h Entstörzeit

  • Störungsannahme rund um die Uhr
  • Reaktionszeit maximal 1 Stunde
  • Entstörung rund um die Uhr
  • Entstörfrist bis zu 8 Stunden
  • Entstörung im Netz (DSL, ISDN, Standard-Anschluss)
  • Günstiger Preis: nur 2,99 €/Monat

... und frage mich, ob da ein gewisses System hinter der Sache steckt???? Ein Abo auf eine funktionierende Leitung, für die ich schon Grundgebühr bezahle???

Spottdrossel 28.01.2009, 20.10 | (0/0) Kommentare | PL

Ehrbares Handwerk

Heute fuhr ich hinter einem Bus von dem Heizungsbauer her, mit dem ich in der vorigen Wohnung das Vergnügen hatte. Als mir die Aktionen der tollen Chefin einfielen, dachte ich, daß kann ich euch nicht vorenthalten. Mal sehen, ob ich es noch einigermaßen zusammenbekomme, es ist schon locker 15 Jahre her (Himmel, die Zeit rennt...).

Damals wohnte ich in einem Reihenhaus, jedes mit eigener Heizung & Öltank und die Mieter waren verpflichtet, einen Wartungsvertrag für die Heizung abzuschließen.

Ich war neu zugezogen, der Vormieter war ein Kollege von mir, also fragte ich ihn, von wem er die Heizung betüddeln ließ.

Der kleine, aber feine Unterschied war, als der noch drin wohnte, lief die Wohnung als Dienstwohnung des Landes Hessen. Für mich wurde sie umgebastelt in eine LandesMIETwohnung. Daraus ergab sich, als das Land Hessen zuständig war, bekam der Heizungsmuckel den Auftrag für alle drei Heizungen des Reihenhauses plus der Heizung vom Straßenmeistereigebäude nebenan.

Das jedenfalls war meine Erklärung dafür, daß ich bei einem Anruf beim Heizungsdienst von der Chefin mit einem "das wurde aber auch Zeit!" angekackt wurde... Ich meine, es war schon eine sehr rustikale Gegend, quasi Hessisch-Zentralsibirien, aber selbst ich fand das ein BIßCHEN unfreundlich.

Der junge Mann, der sich dann um das Seelenleben der Heizung kümmerte, war ganz nett, folglich dachte ich, es wäre eine einmalige Panne, was den Service des Büros anging.

Neues Jahr, neues Glück, zu meinem allergrößten Erstaunen quakte die Chefin auf meinen AB, sie hätte mit meinem Mann einen Termin ausgemacht, sie kämen am anderen Tag um zehn.

Nette Idee, nur 1. mußte /wollte ich da arbeiten (meine Termine lege ich doch ganz gerne selber fest) und 2. gab es meines Wissens nach überhaupt keinen Mann.

Vielleicht hört die alte Schachtel Stimmen oder so???

Nach einem etwas gereizten Aufklärungsgespräch mit der blöden Kuh stellte sich dann heraus, daß sie mit dem Straßenmeister von der Wohnung nebenan gesprochen hatte, der einen Nachnamen hatte, den man selbst bei allergrößter Doofheit nicht mit meinem verwechseln konnte.

In diesem Jahr durften sie nochmal anrücken, dabei stellte sich heraus, daß der Installateur vom letzten Mal inzwischen in die Selbstständigkeit geflüchtet war und sein Nachfolger winkte beim Thema "Chefin" nur ab...

Drittes Jahr, wieder Drohanrufe auf dem AB. Irgendwie erinnerte das ganze leicht an Schutzgelderpressung. Das ging ein paar Tage so, die quakten auf den AB, ich ließ die Schnabelschleifmaschiene laufen, dann wurde tief Luft geholt und ein Jahrhundertanschiß ging auf eine ahnungslose Bürofee hernieder, der ich erstmal erklärte, daß ich nicht das Land Hessen bin (ist ein Löwe, kein Vogel), sie einen Vertrag mit Hessen haben, aber nicht mit mir, und ihre Chefin das in drei Jahren nicht begriffen hätte.

Die gute Fee hat es aber begriffen. Sie hat es sogar notiert. Danach war himmlische Ruhe - und ich wälzte zufrieden die gelben Seiten und bestellte eine Firma, die kam,wann es MIR paßte.

Die kleinen Freuden des Lebens...

Spottdrossel 27.01.2009, 22.39 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Diebische Elster in der Servicewüste

Die Baustelle an der Grenze geht jetzt in den Winterschlaf, mitte Januar fährt ein Spähtrupp runter, bis dahin ist Ruhe.

Der Abrechner hatte sich wohl überzeugend dumm gestellt und so bekam ich den Heldenauftrag, "mal schnell" zur Post zu fahren und einen Nachsendeantrag in Richtung Führerhauptquartier zu stellen.

Der Hauptgrund, warum der Kollege sich vermutlich gedrückt hatte, ist, daß dieses verfluchte Kaff eine total unlogische Verkehrsführung hat. Das mit der kürzesten Verbindung zwischen zwei Punkten kann man schonmal komplett vergessen.

In Suhl kam ich auf Anhieb klar, da gibt´s drei richtig fette Straßen mit nachvollziehbaren Schildern dran, das Ganze dann noch mehrspurig und ohne allzu häßliche Geschwindigkeitsbegrenzungen (kennt jemand im Westen eine Stadt, wo man ungestraft mit 80 fahren kann? Ein wahres Spottdrosselparadies icon_2thumbs.gif. Der arme Schwabe, der da mal mittenreingeraten ist, war fix und fertig, als bei grüner Ampel um ihn herum scheinbar die Anarchie ausbrach icon_auslachen.gif)

Jedenfalls, diese Zeiten sind ganz erheblich vorbei. Wenn man nur durchfahren will, klappt das in Säckingen noch einigermaßen, man schleicht halt von Ampel zu Ampel. Möchte sich der arme, ortsunkundige Autofahrer aber Richtung Altstadt bewegen (und da ist heimtückischerweise alles an Ämtern, Banken usw. versteckt), folgt man dem Schild "Innenstadt", denkt, jetzt müßte man nach links, darf aber nur nach rechts und schon ist man wieder draußen.

Schaut man auf die Karte und kommt auf die irrsinnige Idee, die Straße, in der die Post ist, einfach von Anfang an entlangzufahren, darf man feststellen, das sie sich nach der Hälfte in eine Fußgängerbrücke verwandelt...?

(Warum wundere ich mich eigentlich, daß wir eine halbe Autobahn von Nirgendwo nach Nirgendwo bauen? Das scheint da Methode zu haben...)

Heute hatte ich diese verfluchte Post schon im zweiten Anlauf gefunden, Skoda wurde unter Mißachtung des Parkscheinautomaten abgestellt (ich paßte mich -nach Blick in die Autos rundherum- den regionalen Sitten an) und marschierte "mal schnell" zur Post.

Da parkten die weihnachtsbriefversendenden Omis schon vierspurig am Schalter.

Immerhin, die Kameraden in blau arbeiteten schneller als bei uns, nach 10 Minuten Omibeobachtung kam ich dran.

In meiner unendlichen Naivität hatte ich irgendwie angenommen, ich sage, was ich will, und im Jahr 2008 wird das in den PC eingegeben und fertig. Deshalb hatte ich, weil´s ja bitte flott gehen sollte, die Kopie eines Briefes dabei, neben der Anschrift die neue Anschrift hingekritzelt und den gewünschten Zeitraum drübergeschrieben.

Erste Belehrung: der Spaß kostet 30 EU.

Zweite Belehrung: die brauchen schlanke 5 Tage Vorlaufzeit, zum Glück treiben sich die Hochbauer nächste Woche noch im Camp herum.

Dritter Akt: die gute Dame klatscht mir ein Formular zum Ausfüllen hin und teilt freundlich mit, daß sie jetzt mal verschwindet und ich mich alleine mit dem dämlichen Formular amüsieren darf.

Ehrlich gesagt, für 30 EU hätte ich gedacht, das Ausfüllen wäre im Preis mit drin...

Daß bei dem tollen Formular beim ersten Adreßfeld die Hausnummer mit zur Straße geschrieben wurde, bei Feld 2 und 3 dann plötzlich ein eigenes Feld für die Hausnummer auftauchte (was man natürlich erst hinterher merkt) wird keinen überraschen.

Später entdeckte ich noch die Aufforderung "ALLES IN GROSSBUCHSTABEN", ich hatte leserlich geschrieben und mein schlechtes Gewissen hielt sich in Grenzen.

Außerdem sank meine Laune proportional mit dem Anstieg der Raumtemperatur, ich war für ohne-Jacke-im-Schnee angezogen, das paßte nicht ganz zur Omi-Wohlfühltemperatur.

Ich pinselte also reichlich genervt mein Autogramm unter den Wisch, lege die Durchschriften wie verlangt auf den verlassenen Platz unserer höchst gestreßten Postmitarbeiterin.... hmm, von Rückgabe des Kugelschreibers hatte sie nichts gesagt icon_freu2.gif

Ich verbuche jetzt einen sehr noblen Postbank-Kuli unter "Aufwandsentschädigung".

Spottdrossel 11.12.2008, 19.58 | (3/2) Kommentare (RSS) | PL

Zweite Identität

Da es ja langsam wirklich schattig wird hier in der Bude, war gestern ein Anruf beim Ofenhändler im schönen Thüringen fällig. Könnte ja sein, das er am AB gescheitert ist, so Geschäftsleute soll es ja auch geben. Eine seeeeeehr ruuuuhige und laaaaangsame Stimme meldet sich, ich vermute mal, das ist der Opa, den ich beim Ofen aussuchen auf dem Hof gesehen habe.

Die Spedition wird jeden Tag erwartet, er fragt nach Name und Adresse, damit sie Bescheid geben können (sehr brav, es gibt zwar schon einen Auftragszettel...). Als ich ihn bei der Telefonnummer vom ostdeutschen 036... zu 066 korrigiere, meint er: "Ach - die von der Autobahn!"

Hätte ich auch gleich drauf kommen können... langsam glaube ich, in einigen Ecken des Thüringer Waldes könnte ich mit dem Namen "Die Frau von der Autobahn" sogar ein Haus kaufen oder ein Auto zulassen...

Spottdrossel 21.09.2008, 11.08 | (6/3) Kommentare (RSS) | PL

Wunderbares www, Fortsetzung

Ach wie süß... Grad kam eine Mail der Servicefee, beim Täterprofil tippe ich mal auf "Deutsch perfekt, aber nicht Muttersprachler"

Der Beweis?

Wir danken Ihnen für die Mitteilung dieser Anomalie.

Um Ihnen angenehm zu sein und Sie nicht länger warten zu lassen, biete ich Ihnen...

Ist doch drollig, oder?

Spottdrossel 19.06.2008, 14.44 | (0/0) Kommentare | PL

Wunderbares www

Da will ich mal was bestellen und komme leichtsinnigerweise auf die Idee, zwecks Briefmarkenersparnis geht das doch auch per Internet. Ich klicke munter vor mich hin, freue mich, wie toll das alles funktioniert und will dann noch eine Lieferadresse angeben, bevor unser kompetentes Paketbringpersonal wieder meine Post irgendwo in der Nachbarschaft verteilt und ich nicht weiß, wo´s ist.

Ich tippe brav die Adresse ein, klicke auf "weiter", sagt er: Adresse nicht aussagefähig.

Hä???? Alle Felder waren ausgefüllt.

Nächster Versuch, alles wieder reingehackt, da sehe ich, die Rechnungsadresse ist jetzt auch leer. Will ich ausfüllen, da nimmt der Spaßvogel beim Ort nur 4 Stellen an. Dummerweise wohne ich nicht in Ulm...

Will der mich verarschen? Test in Word, Tastatur funktioniert, Spottdrossel langsam gereizt. Beschließe, Postleitzahl und 4 Buchstaben müssen reichen. "Absenden"

GEBURTSDATUM IST FALSCH

Geht´s noch??? Erstens steht´s da richtig, und zweitens kann das Dreckding das nicht wissen.

Mission abgebrochen und Fragezeichen-Mail an den Kundenservice geschickt, mal sehen, was passiert.

In der Zeit hätte ich locker eine Briefmarke gefunden und den Brief eingeworfen...

Spottdrossel 19.06.2008, 09.41 | (0/0) Kommentare | PL

Mein Freund Timo - trau keinem in rosa Strumpfhosen

Kennt Ihr meinen Freund Timo Beil? Ist dauernd im Fernsehen, immer ist alles ganz toll, ganz einfach und alle sind glücklich und zufrieden mit ihm. Solange man nicht auf die Idee kommt, auch mal das Kleingedruckte lesen und verstehen zu wollen, zum Beispiel.

Toll und einfach soll auch das DSL sein, in FAST allen Anschlußgebieten verfügbar. Ich wohne leider in FAST. Dafür ballerte er mich weiterhin mit  Werbung zu, was ich alles sparen könnte, wenn ich endlich DSL nutzen würde - ganz prima. Irgendwann fiel sogar ihm (der schnellste isser halt nicht) auf, an wem´s denn nun liegt, kommt der nächste Brief: Nutzen sie doch webenundwalkingathoum! Abgesehen davon, das mir dieser ganze englische Mist tierisch auf den Sender geht - erklär mal einer Omi, sie braucht jetzt Tiiihoum, wenn sie ihr Telefon noch bei der Post geholt hat- haben wir hier nicht mal Handyempfang, mein Vertrauen in Freund Timo war also begrenzt. Der Brief ging prompt unter dem Betreff "Schön wär´s" und ein paar deutlichen Kommentaren zum Thema "erst Verfügbarkeit prüfen, dann Nervbriefe schicken" retour nach Bonn, worauf dann eine besorgte Kundenberatungsfee hier anrief, die dem herzallerliebsten Schatz aber auch nicht garantieren konnte, das der Kram auch funktioniert.

Ich konnte dann so einem kleinen Internetstöpsel für unterwegs doch nicht widerstehen (davor hatte ich Telefon-Internet: Schatz anrufen, such mir mal bitte...) und dann wollte ich natürlich wissen, ob ich den armen Timo zu Unrecht angepfiffen hatte.

Wohnzimmer, Stöpsel aktiviert, kein Signal. Ha, wußte ich´s doch! Obergeschoß: auch tot. Jetzt wollte ich´s wisen: Dachboden - hervorragendes Signal. Somit also unentschieden, ich hatte ab sofort ein SEHR rustikales Computerzimmer. Ich wollte ein Beweisfoto machen, aber das arme Fotoknipsgerät war so fassungslos, das es unscharf  wurde.

Jetzt ist der Dachboden im Sommer auch nicht sooo gelungen, also wurde die Fahndung auf den Balkon ausgeweitet, das ging auch. Was natürlich NICHT geht, ist, bei Gewitter mal schnell unter Dach zu flüchten, da gibt garantiert die Verbindung auf und ich muß mir dieses "Sie haben sich nicht ausgeloggt"-Geschimpfe anhören.

Ansonsten aber nicht übel hier, ich werde fleißig bezwitschert

balkon.jpg

Was mich am meisten an Timo Beil fasziniert, ist das, was ich mal als "Marktwirtschaft rückwärts" bezeichnen würde. Normalerweise ist´s doch so: man geht zu einem Händler, möchte irgendwas ganz Tolles haben, was er abietet, und wenn´s grad nicht da ist, entschuldigt der Händler sich und bietet mir irgendwas anderes Tolles an, damit ich zufrieden bin und wiederkomme. Und was macht Timo? Bei dem supertollen neuen Zeug bekommt man Anschlußgebühr und irgendwelche technischen Wunderkästchen geschenkt, und wenn der Kram bei mir nicht läuft - tja, Pech gehabt, zum Dank für die mißerable Verbindung darf man auch noch die teureren Gebühren bezahlen.

Schon ein pfiffiges Kerlchen, der Timo Beil.

Spottdrossel 01.06.2008, 21.29 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL