Spottdrossel

Im Jahr 2009 bleibt das hier weiterhin stricknadelfreie Zone. Die Spottdrossel sitzt in bewährter Weise auf ihrer Stromleitung, krächzt so über dies und das, und wenn andere seltsame Vögel vorbeigeflogen kommen, sind sie herzlich eingeladen, mitzukrächzen. Sonst fühlt sich das an wie bei einem Handygespräch, wo einer der Beteiligten nicht zu verstehen ist, und wie nervig das ist, wird wohl jeder wissen. Daher: jeder, der die Rächtschraibunk noch einigermaßen beherrscht und alt genug ist, die Funkion von Großbuchstaben zu kennen, darf hier gerne kommentieren. Neumodisches Internet"deutsch" ist nicht so mein Fall, da steht mir das Gefieder senkrecht.

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Spottdrossel
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Mitgekrächzt:
sorgenlos:
Wir hatten im "alten" Garten eine richtige Ma
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Wusel:
jezt wollte Freund Maulwurf mal behilflich se
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:
Nee, Klatze, das Drosselchen ist doch der Hau
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Klatze:
Da legt er drauf... :nase: :nase: :nase:
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hajo:
hallo Drosselchen,so kommst Du wenigstens nic
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maik:
Gerade ist Sturm, keine Ahnung wie der heißt.
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Mo:
Als stille Mitleserin nun doch auf "ein" Wort
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Wusel:
Ts Ts Tsich geb' ja zu, die Fachwerksani
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Klatze:
Vielleicht war's ja auch der tibetanisch
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AMUNO:
Na da winke ich aber mal ganz lieb zurück :) U
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...mal Hallo sagen

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Klatze
*Klopfklopf* jemand zuhause?
Lange nichts von der Spottdrossel gelesen :(
*in den Bürzel kneif* :nase:
20.1.2010-21:31
Tasha
ne, also ich kann immer noch nicht. ich komme nicht durch die capcha :(
aber gut zu wissen, dass ich nicht zu blöd bin!
21.8.2009-18:09
Tasha
Sag mal, bin ich nur zu blöd? Wieso kann ich denn bei dir keine Kommentare mehr abgeben?
:(
21.8.2009-9:14
Gabriela
Nachdem mich der Kommentarcaptcha nicht mochte, sag ich von hier aus : Abspann gelungen, auch wenn die Horrorszene für Arachnophobiker fehlte ;-)
:dafür:
4.8.2009-23:18
Hajo
Hallo Spottdrossel,
jetzt ist mir aber was passiert: hab' ich doch meine E-Mail-Adresse in das Namensfeld geschrieben.
Könntest Du das bitte löschen.
Danke!
27.3.2009-12:38

Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Essen

Mißtrauen

Heute bin ich feige. Der neue Futterbringdienst war bis jetzt zwar immer zufriedenstellend, aber bisher konnte ich mir unter dem aufgelisteten Essen auch was vorstellen.

Heute Abend: Alpen-Cordon-bleu.

Ich muß zu meiner Schande gestehen, das ich so viele Kochbücher und -zeitschriften habe, daß die inzwischen ein eigenes Zimmer bewohnen, aber Alpen-Cordon-bleu sagte mir absolut nix.

Also freie Assoziationen zum Thema Alpen, dabei fiel mir ein: Felsen, Murmeltiere, gewöhnungsbedürftiger Käse.

Nichts von all dem wollte ich auf meinem Teller vorfinden, also habe ich es nicht bestellt.

Für mich gibt´s heute Junggesellen-Küche, fertige Hackbällchen (schmecken sogar, oh Wunder!) mit Chili-Käse-Dip.

Als ich mir unten eine Gabel holte, wirkten die Jungs aber recht wohlgelaunt, was immer sie auf dem Teller hatten, es war anscheinend genießbar.

Spottdrossel 22.10.2009, 20.44 | (0/0) Kommentare | PL

Experiment gelungen



Ich weiß nicht, ob das nur mir so geht, aber kaum hat man sein Essen geplant und dafür eingekauft, hat man abends Appetit auf etwas ganz anderes.

In diesem Fall war 08/15-Doseneintopf geplant, das Glas Ergänzungswürstchen mittags noch käuflich erworben, und kaum erreicht das Backofenthermometer 300 Grad , habe ich Halluzinationen von knuspriger Pizza.

Irgendwann startete dann eine Inventur der vorhandenen Vorräte, Mehl und Hefe waren dank Dauerbackwut des herzallerliebsten Schatzes vorhanden, für die rote Farbe gab es eine angefangene Tube Tomatenmark und Chili-Grillsoße. Die letzten selbstproduzierten Tomaten runzelten schon vorwurfsvoll die Stirn, die dürfen auch mitmachen, wie der seit 3 Wochen überfällige Mozzarella, der für die Tomaten gedacht war.

Dann fand sich noch ein reibefähiges Käseeckchen und aus Wohnwagenbeständen Thunfisch in der Dose.

Na, dann los

Offensichtlich habe ich mich von dem Schatz zu oft vom Backofen vertreiben lassen (das Recht auf die Produktion von Rührkuchen konnte ich gerade noch verteidigen, aber selbst das hatte ein entrüstetes Schnutchen seinerseits zur Folge), als erste Amtshandlung habe ich mich unfreiwillig mit Mehl bestäubt und der arme, ahnngslose Hefewürfel explodierte praktisch in meinen grobmotorischen Pfoten.

Immerhin, das Ergebnis, Öko-Restepizza, da energiesparend und CO2-neutral im Holzofen gebacken, schmeckte lecker und kann sich durchaus sehen lassen:

pizza001.JPG

Spottdrossel 17.10.2009, 18.04 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Die Größe ist DOCH wichtig

Zwei Orte weiter ist ein schön am Stausee gelegenes Restaurant.

Als wir einmal dort essen wollten, war das Ding grade herrenlos, so geht uns das öfters, wenn wir mal ausgehen wollen. (Zum Glück ist auf die Dönerbude Verlaß).

Jetzt sind neue Wirtsleute drin und es scheint ordentlich Betrieb zu sein. Die Preise auf der Karte haben eine Spanne von "bezahlbar" bis "gehobene Klasse", am Donnerstag hatte ich einen Tisch reserviert, um das Risiko, vor verschlossener Tür zu stehen, in Grenzen zu halten.

Inneneinrichtung war nett, wir hatten einen schönen Tisch mit Blick auf die Pfütze und in einem Anfall von Übermut bestelle ich eine Kürbissuppe als Vorspeise.

Was kommt, ist ein wagenradgroßer Teller mit sehr wohlschmeckender Suppe, und ich mache mir ernsthafte Sorgen, daß die tote Kuh danach nicht mehr reinpaßt.

Der herzallerliebste Schatz grinst mit freundlicher Überlegenheit, er will Platz für sein Straußensteak lassen.

Dann kommt das Hauptgericht, und die Lage auf dem Teller wird.... hmmmm... übersichtlich. Viel Porzellan ist zu sehen, viel dekorativ gestreute Kräuterchen, dazu in meinem Fall ein sehr wohlschmeckendes Stückchen Kuh mit Pilzen und drei Röstitalern. Ohne meinen Riesenteller Suppe vorher hätte ich jetzt recht sparsam aus der Wäsche geguckt.

Das erledigt dafür der herzallerliebste Schatz, der in entfernter Nachbarschaft zu seinem Strauß eine kleine Ansammlung Bratkartoffeln vorfindet.

Der Vogel wäre lecker, den Töffelchen fehle es am Knusperfaktor. Ich habe selbst erst letzte Woche die wirklich perfekten Bratkartoffeln im Gasthaus gefunden, vorher war´s entweder zu fettriefend, zu labberig, zu salzig, "ZU wenig" ergänzt der herzallerliebste Schatz.

Das der teure Vogel nicht im selben Format auf dem Teller landet wie ein 08/15-Schnitzel ist ja verständlich, aber ein paar lumpige Bratkartoffeln mehr hätten es ruhig sein können.

Leider ließ es das Budget nicht zu, eine zweite Portion davon als Nachtisch zu ordern.

Der arme Schatz vernichtet jetzt in der Küche eine Ladung Aufbackbrötchen.

Spottdrossel 13.09.2009, 21.09 | (0/0) Kommentare | PL

Menürätsel

Der Futterbringdienst hat mich - mit Ausnahme der Spansau, die war wirklich lecker- nicht so besonders überzeugt, daher reise ich hier momentan mit eigenem Futternapf an.

Diese Woche macht ein anderer Lieferdienst Vertretung, gestern hat schon ein Kollege festgestellt, das mein Essen auf jeden Fall besser aussehen würde.

Heute war ich noch mit meine Mikrowellen-Ritual beschäftigt, da höre ich aus dem Essensraum den Meßdiener Vermessungsgehilfen sagen "Das sieht Scheiße aus!"

Ich lasse mich mit meinem lauwarmen Restemenü am Tisch nieder, da kommt der nächste Trupp rein und bleibt vor einer Schüssel stocksteif stehen: "Was ist DAS denn???"

Der Rest der Truppe lacht sich schief und ich will das Objekt der Verwirrung auch mal sehen.

Irgendwas bräunliches mit Rosinen.

Der Meßdiener berichtet von "Apfel, Reis und Rosinen", was aber "einen leichten Würgereflex zur Folge hatte."

Als nächstes steht der Schlosser vor der Schüssel und fragt, ob wir das jetzt schonmal gegessen hätten oder ob es nur so zwielichtig aussieht...

Irgendwie gibt es noch keine klare Aussage, um was es sich da eigentlich handeln soll.

Unser Franke, aus gegebenem Anlaß "Bast scho!" getauft, ordnet an, daß ich das jetzt probieren soll, weil mein Teller schon leer ist.

Vorsichtshalber landet nur ein Mikroklecks in der Schüssel, es sieht mit dem braunen Brabbes mit Körnchen und Klümpchen drin weiß Gott aus wie schonmal gegessen.

Und es ist ..... gar nicht so übel. Apfelbrei mit Mandeln und Rosinen, den Herren habe ich es als eine Art gehäckselten Bratapfel beschrieben, aber Essen mit dieser Optik ohne Erklärungsschildchen hinzustellen, ist von dem Lieferdienst schon reichlich optimistisch icon_denker.gif

Spottdrossel 14.07.2009, 19.52 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL

Falscher Irrtum

Auf dem Weg zwischen Quartier und Baustelle ist mir ein kleines Gasthaus am Ortsausgang aufgefallen. Eine Umfrage ergab, daß der Vermesser das Ding schon getestet und für gut befunden hat.

Also wollte ich dort heute Mittagessen.

Karte außen studiert zwecks Preisleistungsverhältnis, mangels Alternativen war´s ok, also trabte ich sehr viele Treppenstufen hoch, fand im Gastraum eine zeitunglesende Dame im fortgeschrittenem Alter und weißem Kittel und teilte ihr mit, das ich gerne ein Brätel mit Zwiebeln und Bratkartoffeln hätte.

Zu meiner allergrößten Verwunderung erlebte ich dann das krasse Gegenteil von der sonst üblichen Thüringer Gastfreundlichkeit, sie grummelte irgendwas von Zwiebeln im Garten und Kartoffeln vom Großmarkt und überhaupt ginge das nicht.

?????

Vorsichtige Anfrage meinerseits, es steht doch unten auf der Karte?

Ja, natürlich, trotzdem gibt´s nix, die Zeiten werden immer schlechter, da können Sie jeden hier fragen, die Leute wollen kaum noch was essen...

"Ähhhm - ich wollte doch was essen????"

Wie ein Kastenteufel sauste die Dame mit einem "Ach, Du lieber Gott!" vom Stuhl hoch und erklärte, sie hätte mich für so einen nervigen Vertreter gehalten, anscheinend stehen die dauernd auf der Matte und wollen Klopapier und alles Mögliche und Unmögliche loswerden.

Wild wurmend und knickend entschwand sie Richtung Küche, um mir mein Essen zu machen, ich wurde mit der Zeitung ausgestattet und auf einer sehr hübschen Terrasse geparkt.

Während ich so vor mich hingrinste, fragte ich mich doch langsam, wie sowas passieren kann. Abgesehen davon, daß ich meine Wünsche meistens ausreichend laut mitteile, war ich gewandet in ein recht albernes T-Shirt , dazu ölverschmierte Hosen und die abgelatschten Stiefel.

Entweder, die Dame hatte die Brille nicht auf, oder den Vertretern heutzutage geht es schlechter, als ich dachte, und die laufen alle so rum icon_confused.gif

Spottdrossel 20.05.2009, 19.06 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL

Kleines Wort, große Wirkung

Der Abrechner hat mich heute zu einem mittäglichen Ausflug zum China-Imbiß angestiftet.

Da ich für die letzte derartige Sünde mit übelstem Durst über den Rest des Tages zu kämpfen hatte, wollte ich so ein Vögelchen mit Ananas, in der Hoffnung, das Obst würde die Sache entschärfen.

Mit Ananas gab´s nix, zumindest wurde sie nicht namentlich erwähnt, also Thai-Gerichte. Im Schreibtisch liegt eine Speisekarte mit Kreuzchen und wohlwollenden Kommentaren bei den Gerichten, die getestet und für gut befunden wurden, dummerweise standen wir schon vor der Bude und so oft, daß man den Laden auswendig kennt, waren wir noch nicht da.

Das erste Thai-Vögelchen hatte den Vermerk "scharf". Aber was die in Thailand unter scharf verstehen, ist vielleicht nicht ganz das, was ich noch lustig finde. Alle Gerichte trugen den Vermerk "scharf", nur beim zweiten war es abgeklebt.

Gut, bin ich heute mal feige und nehme das.

Das Futter kam, die Soße war SEHR rot, bei genauerem Hinsehen zeigten sich Ölpfützen darauf in der selben Farbe, wie sie auf dem Sambal Olek zu finden sind, jede Menge rote Chilikrümel noch als Brandbeschleuniger drin, ich nahm einen Bissen - Feueralarm!!!

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Ich esse wirklich gerne scharf, aber das war doch reichlich grenzwertig. Ich pickte unter weitestgehender Umgehung der roten Brandbeschleunigerkrümel die Hauptgewinne aus der Soße, durfte mir im Minutentakt die Nase putzen und grübelte ernsthaft darüber nach, was ich denn jetzt bitte falsch gemacht habe?

Vielleicht haben die mir das Essen, was in der Karte darüber oder darunter steht, gegeben?

Aber warum kommen dann ständig irgendwelche Leute und bestellen das als "scharf" bezeichnete Essen darüber? Bin ich hier das einzige Weichei?

Der Abrechner bestätigte nach einem Mini-Probierbissen, daß ich kein Weichei bin.

Als mein kompletter Hals- und Rachenraum ausreichend Chili-desinfiziert ist, breche ich das Experiment zur Schonung meiner Zunge ab und lasse die Soße mit dem roten Bodensatz übrig.

Beim Bezahlen läßt mich die Neugier nach einem rumliegenden Speisekartenzettel greifen, um herauszufinden, was ich da jetzt bitte gegessen habe.

Tja, und da war dann nichts abgeklebt, das zweite Essen war als einziges "sehr scharf".

Das kann ich hiermit bestätigen und brauche in diesem speziellen Fall vermutlich auf meiner eigenen Karte nichts dazuschreiben; das Menü war unvergeßlich...

Und jetzt kommt irgendwann der Zeitpunkt, wo ich den Fraß auch wieder loswerden möchte..  icon_mttao_fieser_blick.gif

Spottdrossel 24.03.2009, 18.13 | (0/0) Kommentare | PL

Nur Geduld...

Heute hatte ich eine rechts-vor-links-Diskussion mit einem Zitronenfalter.

Also ist Frühling icon_dafuer.gif

Diese Erkenntnis in Kombination mit blauem Himmel, einem im Weg rumstehenden Grill und im Kühlschrank vorhandenen Ananasscheiben führte dazu, daß für heute Abend gegrillte Hähnchenspieße mit in Bacon gewickelter Ananas auf dem Menüplan standen.

Gewürfelter Vogel und Schwein in zarten Streifen wurden noch käuflich erworben, voller Tatendrang die zwei Säcke mit Grillkohle geschnappt, die noch vom letzten Jahr rumstanden - und voller Begeisterung festgestellt, das sich in dem großen Sack nur noch Krümel und Ministücke befanden.

Das würde auch erklären, warum der Sack letzten Sommer nicht beachtet wurde.

Krümel anzünden ist nicht ganz so einfach, und wenn sie endlich glühen, fallen sie nach ganz unten durch.

Jetzt wurde parallel das Feuer betüddelt und die Spieße zusammengebastelt. Einmal war ich so wahnsinnig und hab im Wohnwagen eine ganze Ananas zerlegt. Mit 1 Quadratmeter Tisch und ohne fließend Wasser ist das eine hervorragende Idee...

Innerhalb kürzester Zeit war ich komplett selbstklebend und ein Geschwader interessierter Wespen kreiste um die Bude.

Seitdem habe ich nie mehr über den Preis von geschnittener, frischer Ananas gemeckert.

Das Basteln ging also diesmal recht zügig, das Feuer hatte leider eher Teelichtqualität.

Irgendwann war dann das Pfannengemüse fertig, das Fleisch teelichtete auf dem Grill vor sich hin. Wohl dem, der einen Grill mit Deckel hat, sonst wäre das Projekt nie fertiggeworden.

Ich bin vermutlich der Erste, der diese 80-Grad-sanftgar-Methode auf einem Grill ausprobiert hat...  aber lecker war´s.

Spottdrossel 17.03.2009, 20.55 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

VIP-Status

Jetzt kommt der erfreuliche Teil, ich hatte ja schonmal über das Chinarestaurant mit der netten kleinen Erdbeere als Bedienung geschrieben, da wollten wir unseren Teilsieg würdig begehen. Wir gehen da wirklich nicht oft hin, ich schätze mal grob, vielleicht alle 6 bis 8 Wochen, trotzdem wuselte sie wieder begeistert um uns herum und selbstverständlich bekamen wir "unsere" Ecke zum Sitzen. Ich glaube, die letzte Aktion hatte ich gar nicht erzählt, wir bestellen immer nach Karte und sie sagte mir, ich könnte auf Kosten des Hauses am Buffet Eis holen. Der herzallerliebste Schatz wollte keinen Nachtisch und bekam deshalb beim rausgehen eine Flasche Pflaumenwein in die Hand gedrückt.

Diesmal sauste sie mit unserer Bestellung los, kam dann angeflitzt, weil sie vergessen hatte, die Getränkebestellung aufzunehmen, und fegte wieder los in Richtung Buffet. Wir sitzen immer in einem kleinen Extra-Räumchen, da ist weniger Unruhe als direkt am Buffet und ich mag den Geruch der Warmhalteplatten am Buffet nicht. Außer uns saßen noch ein junger Mann und eine junge Frau in dem Raum, dem Gespräch nach beides angehende Lehrer, aber kein Paar, vielleicht Studien- oder Arbeitskollegen. Die kamen mit ihren Vorspeisen vom Buffet vorbeigewandert, unsere kleine Expresserdbeere kam unaufgefordert mit einem Teller Krupuk und WanTan zu uns geflitzt: "Plobielen!" WanTan fand ich immer ein bißchen überbewertet, die hier hatten eine richtig geniale Füllung. In Lichtgeschwindigkeit war unser Essen da, das war vermutlich ein Synergieeffekt durch´s Buffet, und kaum hatte der herzallerliebste Schatz sein Glas leer, stand unsere kleine Erdbeere wie aus dem Boden gewachsen da "Jungel Mann? Nochmal?" Ein neues Getränk wurde gebracht und als sie wieder lossausen wollte, mußten sich die Junglehrer verzweifelt bemerkbar machen, um von ihr beachtet zu werden. Das Essen war wie immer äußerst lecker, natürlich brachte sie danach - weil wir beim ersten Besuch danach gefragt hatten- die Cocktailkarte. Wir würden es gar nicht wagen, keinen Cocktail zu bestellen... Die Cocktails kommen, sehen toll aus und ich lobe die WanTans. "Noch welche essen?!" NEIN!!! Wir platzen! Ich will nur mal testen, ob wir das nächste Mal mehr davon... ok, das ist frech, ich weiß. Zur Rechnung gibt es noch ein leckeres, alkoholfreies, irgendwie kokosnussiges Getränk. Ich habe den Verdacht, das ihr Mann mal in einem richtig guten Restaurant gekocht hat, leider ist ihr Deutsch so schlecht, das sie unsere Frage danach nicht verstanden hatte.

Beim rausgehen drückt sie uns schon wieder eine Flasche Pflaumenwein in die Hand. Langsam bin ich am überlegen, ob es daran liegt, das der herzallerliebste Schatz ziemlich ...hmmm... buddhaförmig ist?   icon_lachtot.gif

Ich habe einen finsteren Plan... kurz vor Weihnachten werden wir ihr eine Kleinigkeit schenken - aber erst, wenn wir schon fast zur Tür draußen sind und sie sich nicht wehren kann...

Spottdrossel 27.10.2008, 21.40 | (0/0) Kommentare | PL

Erkenntnisse des Tages

... rund um Küche und Essen

  • wenn ich nicht bald meinen Schokoladenkonsum reduziere, wird die Waage ernsthaft unhöflich
  • meine putzige, neu erworbene "Single-Set"-Pfanne nimmt zwar wunschgemäß wenig Platz weg im Wohnwagen, paßt aber größenmäßig nicht ganz zum abendlichen XXL-Hunger
  • dafür kann man - wenn man alles richtig macht- mit dem kleinen Biest Bratkartoffeln in Hotelqualität zaubern
  • der herzallerliebste Schatz hat mal teleshoppenderweise solche Schneidbetter gekauft, die sich nicht verfärben. Grundsätzlich eine feine Sache, aber als ich vorhin eine dank Antihaft stark beschleunigte Zwiebel durch den Wohnwagen verfolgen mußte, kamen mir erste Zweifel...
  • was ist mit den deutschen Schweinen los? Ich hätte bitteschön gerne Dörrfleisch, das man "wie früher" gewürfelt in die Pfanne wirft, das Fett brät aus und übrig bleiben leckere Knurpsis. Ich werfe Bacon in die Pfanne und sie steht im nullkommanix voller Wasser, nächster Versuch mit Billig-Schinkenwürfeln; die waren wohl hitzebeständig, mit dem Fett passierte nix, ich mußte noch Öl zukippen, so war das nicht geplant. Der herzallerliebste Schatz wird die Krise kriegen, aber auf der Liste mit dem Fünfjahresplan steht jetzt ein Schwein. Oder zwei.
  • es gibt Tage, da könnte ich für eine Pfanne richtig guter Bratkartoffeln jeden 5-Sterne-Fraß stehenlassen

Spottdrossel 30.09.2008, 20.56 | (0/0) Kommentare | PL

Crossover-Menü

Vegetarier und Figurfanatiker sollten lieber nicht weiterlesen...

Ich sollte erst heute anreisen und einen Baggerfahrer mitnehmen, der wegen Sonntagsarbeit nicht mit dem Rest der Truppe fahren konnte. Er hatte keinen Gemüsenamen und war recht gesprächig, Ergebnis war, wir quasselten munter und einmal hätte ich fast eine Abfahrt verpaßt und ein teures Erinnerungsfoto wird wohl auch demnächst zugeschickt. Das war für dieses Jahr sowieso noch fällig, ich ärgere mich erst, wenn die schreiben, das da 80 stand statt die von mir mal vermuteten 100...

Durch den Personaltransportservice hab ich hier dankenswerterweise eine QM-Prüfung verpaßt und dummerweise eine Grillfeier zwecks Bauleitergeburtstag. Da kam eben der freundliche Hinweis, das heute Abend noch ein Berg Reste zu vernichten ist. Sehr schön, entlastet das Budget, als Beilage wurde noch ein Pack Mikrowellen-Dampfgemüse geholt, ist lecker und macht keine Arbeit. Kaum zurück im Camp, kommt die Erkenntnis, das ich vermutlich verhungert bin, bevor der Rest der Truppe Feierabend hat, hier landet, duscht, jeder seine Bierflasche begrüßt hat und dann endlich der Grill gestartet wird. Das dauert ewig. Außerdem bringt der Gasgrill geschmacklich ja nix, also werde ich eine kleine Soloveranstaltung mit meiner Pfanne starten.

Im Kühlschrank liegen genug Metzgertüten mit undefinierbarem eingelegtem Fleisch, das man sich ein kleines Schwein basteln könnte. Ich schnappe mir eine Tüte, darin nochmal ein eingeschweißtes Paket. Blöd. Ich piekse das Plastik auf, angele mit der Gabel und bin stolzer Besitzer einer riesigen Bauchscheibe, mit dickem Fettrand, Schwarte und Knochen, so, wie man´s auf jedem Männer-Grillbilderwitz bewundern kann. Zweiter Versuch, selbes Ergebnis. Prima. Bauchscheiben finde ich generell bißchen überbewertet, meistens sind sie entweder glibberig oder Kohle und satt machen sie nicht wirklich. Die nächste Tüte will ich nicht aufmachen, also müssen wir uns irgendwie miteinander arrangieren.

Die Biester passen natürlich nicht in mein nettes 1-Mann-Pfännchen. Ich falte sie irgendwie rein und überlasse sie bei mittlerer Flamme ihrem Schicksal. Irgendwann steht soviel Fett in der Pfanne, das da nie wieder irgendwas rosten wird, die Dinger sehen recht appetitlich aus und siehe da, die genießbaren Bestandteile in Kombination mit Gemüse und Ziegenfrischkäse sind hochgradig lecker.

Auf dem Herd ist jetzt Ölpest, die Bude stinkt nach Fett, aber ich kann jetzt in allerbester Laune abwarten, ob aus einer der geheimnisvollen Tüten noch ein Hauptgewinn auf den Grill wandert...

Spottdrossel 16.09.2008, 19.12 | (0/0) Kommentare | PL