Im Jahr 2009 bleibt das hier weiterhin stricknadelfreie Zone. Die Spottdrossel sitzt in bewährter Weise auf ihrer Stromleitung, krächzt so über dies und das, und wenn andere seltsame Vögel vorbeigeflogen kommen, sind sie herzlich eingeladen, mitzukrächzen. Sonst fühlt sich das an wie bei einem Handygespräch, wo einer der Beteiligten nicht zu verstehen ist, und wie nervig das ist, wird wohl jeder wissen. Daher: jeder, der die Rächtschraibunk noch einigermaßen beherrscht und alt genug ist, die Funkion von Großbuchstaben zu kennen, darf hier gerne kommentieren. Neumodisches Internet"deutsch" ist nicht so mein Fall, da steht mir das Gefieder senkrecht.
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Captcha Abfrage
| Golibri |
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Ich fühle mich auch verloren, in einem glitzernden Wald voller Plastikblüten, die mich nicht zu nähren vermögen.
Weiter so |
| 21.3.2010-1:47 |
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| Klatze |
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*Klopfklopf* jemand zuhause?
Lange nichts von der Spottdrossel gelesen *in den Bürzel kneif* |
| 20.1.2010-21:31 |
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| Tasha |
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ne, also ich kann immer noch nicht. ich komme nicht durch die capcha aber gut zu wissen, dass ich nicht zu blöd bin! |
| 21.8.2009-18:09 |
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| Tasha |
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Sag mal, bin ich nur zu blöd? Wieso kann ich denn bei dir keine Kommentare mehr abgeben?
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| 21.8.2009-9:14 |
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| Gabriela |
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Nachdem mich der Kommentarcaptcha nicht mochte, sag ich von hier aus : Abspann gelungen, auch wenn die Horrorszene für Arachnophobiker fehlte ;-)
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| 4.8.2009-23:18 |
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Blogeinträge (Tag-sortiert)
Tag: Dorfleben
Vorbildlich
Heute mitgehört: wenn einem Pfarrer im Garten ein Mißgeschick passiert, brüllt er nicht "Scheiße!!!" sondern "oh, ich Dabbes!"
Spottdrossel 19.09.2009, 17.45 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL
Klangvielfalt
"Musik wird oft nicht schön gefunden, weil sie stets mit Geräusch verbunden."
Mit Max und Moritz konnte ich nie etwas anfangen, ansonsten hat der gute Wilhelm Busch aber passende Sätze für so ziemlich jede Lebenslage.
Seit einiger Zeit (ich will mal lieber nicht schätzen, gefühlt ist das ja immer länger) probt eine Band jugendlicher Bübchen in der alten Halle gegenüber.
Jetzt ist ja grundsätzlich Musik machen wesentlich löblicher, als mit Auto oder Quad sinnlos durch´s Dorf zu kreisen, im Gegensatz zur blasmusizierenden Altherrenmannschaft vor ihnen spielen sie auch nicht bei offenem Fenster bis nachts um elf (Merke: Volksmusik ist kein Lärm und unterliegt dementsprechend auch keinen Regelungen), und meiner Meinung nach haben wir noch Glück, daß sie Onkelz spielen und keinen heulenden Herbert oder diverse Jammerlappen aus Mannheim (da hätte ich dann auch mal geforscht, wo die Bude ihr Hauptkabel hat).
Aaaaaaber, und es gibt im Leben anscheinend immer ein aber, wie der herzallerliebste Schatz mal so treffend formulierte: "Sie spielen jeden Tag - wann werden sie endlich besser???"
Der ansonsten höchst friedliche herzallerliebste Schatz wurde nach wiederholter Verschandelung diverser Lieblingslieder zunehmend ungehalten.
Zur Abrundung der musikalischen Merkwürdigkeiten kriegen sie´s anscheinend auch mit den Reglern nicht geregelt, letztens hatten sie dermaßen übersteuert, daß es sich anhörte, als grunzt der Sänger in ein vibrierendes Ofenrohr.
Nun ja... solange ich am Kochen bin und die Dunstabzugshaube das Schlimmste übertönt, geht´s, finde ich.
Heute genieße ich den Abendsonnenschein auf der Terrasse und kann die um die Ecke schwebenden Töne so gar nicht einordnen.
Eine akustische Analyse ergab eine Melodie, wo man gar nicht mehr auf den Text achten muß, weil man schon reflexartig "Berge...Heimat....Alpenglühn" zu hören glaubt.
Die Altherrenmannschaft hat aus irgendeinem Grund ihr Vereinsheim verlassen und erfreut mich mit ihren Klängen.
Dummerweise haben sie entschieden leistungsfähigere Verstärker als die Bübchen.
Zwischen Akkordeon und Alpenrose mischt sich ein entrüstetes BÖÖÖÖH! vom Schaf nebenan.
Anscheinend versteht das Vieh was von Musik...
Spottdrossel 25.06.2009, 22.05 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL
Rebellion
Donnerstagabend waren alle Anwohner unserer Straße vom Bürgermeister zu einer Besprechung eingeladen worden. Im Zuge der Bauarbeiten vorm Haus würde die Gemeinde gerne die Gehwege erneuern, aufgrund der anfallenden Kosten ist ein Großteil der Betroffenen not amused. Zum Glück verlief die Veranstaltung nicht so traumatisch wie damals die Operation Windkraftanlage, vermutlich, weil der entsprechende Nervsack nicht hier in der Straße wohnt. Ich konnte wie immer meinen Schnabel nicht halten und wurde so unfreiwillig zum Wortführer der Aufständischen. Hat aber den Vorteil, das mich jetzt eine Handvoll Omis vermutlich ganz toll finden - und meine Fans kann ich dann später an den alten, geflickten Gehwegen vor ihren Häusern erkennen
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Spottdrossel 16.08.2008, 09.15 | (0/0) Kommentare | PL
Bürgerversammlung
Ein Erlebnis war´s auf alle Fälle... muß nur nicht so bald wiederholt werden. Mal sehen, ob ich das Chaos trotz Glockengebimmel und wildem Tröten draußen halbwegs wiedergeben kann.
Um acht sollte es losgehen, wir sind um halb losgewandert, haben uns eine Weile vor der Tür rumgedrückt, die dann irgendwann aufging. Zusammen mit einem alten Männchen stürmten wir die Turnhalle und stellten erstmal fest, das die wohl immer gleich riechen. Ich bekam Halluzis von Medizinbällen, der herzallerliebste Schatz wollte auf einmal Handball spielen.
Zehn vor acht trudelte ein weiterer Pulk alter Männchen ein und ich fragte mich langsam, ob Frauen bei der Veranstaltung überhaupt zugelassen sind.
Schlag acht Uhr stürmte dann der Mob die Bude , es waren sogar paar Frauen und einige Leute mit eigenem Gebiß dabei,und es mußten noch Stühle dazugestellt werden. Der Bürgermeister berichtete dann von den üblichen Problemen mickriger Nester, mehr Wegzug als Zuzug (warum kriegen wir dann keine Prämie?
), dadurch weniger Verbrauch beim Wasser, steigende Gebühren usw. Auf der Tagesordnung stand danach Information über ein geplantes Dorfzentrum und der Stand der Kanalarbeiten, deshalb wollte ich auch hingehen. Dummerweise wurde der letzte Punkt, Windkraftanlagen, vorgezogen, und das war dann der Anfang vom Ende.
Der Bürgermeister berichtete SEHR gut verständlich -zumindest wir als damals noch nicht Beteiligte haben es sofort begriffen- das die Gemeinde 2002 eine Fläche ausgesucht (oder ausgewiesen im Amtsdeutsch) hatte, auf der Windkraftanlagen gebaut werden dürfen. Hätten sie das nicht getan, hätten die Dinger überal hingepflanzt werden können. Trickreich, wie sie waren, haben sie die Fläche klein gehalten, Höhenbegrenzung für die Windräder vorgeschrieben und es müßte eine neue Leitung gelegt werden, um den Strom wegzuschaffen. Dadurch war die Sache für jeden Investor unattraktiv und das Thema war erledigt.
Bis jetzt das Land Hessen dazwischenfunkte, die Fläche unserer Gemeinde liegt wohl an der Gemarkungsgrenze und das Land hat per Verordnung von oben noch zwei Flächen aus Nachbargemeinden wie Puzzleteile "drangeklebt". Dadurch entsteht eine schöne, große Windparkfläche, in den Nachbargemeinden sogar ohne Höhenbegrenzung, die Investorengeier kreisen und die Bürgerwehr poliert die Gewehre.
Ab dann waren wir gefangen in einer "und täglich grüßt das Murmeltier"-Endlosschleife. Ein alter Mann kam uns zurst noch gut informiert vor, mit der Zeit merkten wir dann, das mal locker-flockig die Nabenhöhe der Räder mit der Gesamthöhe vertauscht wurden (dafür zeterte er auch, so große Windräder gäbe es sonst nirgends - klar, er hatte sie ja grade erfunden), "Monster sind das, Monster!", "Düsenjägerlärm" machen die!
Jetzt muß man mal erwähnen, das die Dinger nicht auf dem Dorfplatz stehen, sondern im Feld, mit 1000 m Mindestabstand zur Bebauung. Dann startete er wüste Beschimpfungen und unterstellte, der Gemeindevorstand hätte das Ganze zwecks Einnahmen angezettelt.
Klar, das Land Hessen springt, wenn der Bürgermeister einer Minigemeinde pfeift, ist klar.
Das Ganze bitte jetzt noch fünfmal lesen, mindestens so oft drehten sich Beschuldigungen und Erklärungen im Kreis.
Noch wollte ich durchhalten, der herzallerliebste Schatz runzelte schon vorwurfsvoll.
Eine Dame von hinten links schlug als Alternative Solarenergie vor, nur hindern Solarzellen auf dem DGH keinen Investor daran, seine Windräder auf die Flächen der Nachbargemeinden zu setzen. Der Bürgermeister erklärte ganz vernünftig, WENN schon da Windräder stehen, würde er es für vernünftig halten, wenn auch drei dabei sind, die die Gemeindekasse entlasten, die Belastung .- wenn vorhanden- hätten wir ja sowieso.
Da drehte unser hauptamtlicher Volksaufwiegler richtig auf und berichtete, das die Grundstücke, die von den Investoren ausgesucht wurde, Leuten aus Gemeinden gehören, die außer Sicht-und Hörweite der Dinger liegen. Tja, so ist´s Leben eben. Wieder eine Dame von hinten links, teilweise konnte sie sich kein Gehör schaffen, ich verstand aber noch was von wegen, man kann kein Windrad aufstellen, um die Nachbargemeinde zu ärgern, das verbiete schon der Glaube.
Ist nicht ganz mein Fachbereich, aber ob der liebe Herrgott wirklich für Windräder zuständig ist???
Bitte die Debatte noch viermal durchlesen, danach kamen wilde Beschuldigungen von Freund Zetergreis, die Gemeinde hätte das alles angezettelt, um Kohle zu machen. Bis dahin hatten wir uns aus Bemerkungen zusammengereimt, das der gute Mann wohl ein (ehemaliger?) Großbauer war, dessen Äcker zu Bauland wurden und der da jetzt einen Wertverlust befürchtete, soviel also zum Thema Profit...
Einziges Highlight war, als ein jüngerer Mann erklärte, er nimmt eine Kollegin mit auf die Arbeit, muß deshalb auch mal im Einzugsbereich der dort noch dichter an den Häusern stehenden Windrädern warten, man höre sie, aber von "Düsenjägerlärm" könne keine Rede sein und man bräuchte mal klare Aussagen, ob das jetzt sehr laut wird oder "wie eine mittelschwere Hummel".
Unser altbekannter Freund zeterte zum hundertsten Mal los, von Ostwind und Westwind und das unsere (bis jetzt noch nicht mal beantragten) Windräder ja viiiiiiiel schlimmer wären, und wir ergriffen kopfschüttelnd die Flucht.
Spottdrossel 22.06.2008, 10.43 | (0/0) Kommentare | PL
Draußen vor der Tür
Hmm, auf der Straße rotten sich trachtenbekleidete Horden, mit goldglänzenden Blasinstrumenten bewaffnet, zusammen. Ab und zu trötet es bedrohlich. Ob ich zuviel gelästert habe?
Spottdrossel 22.06.2008, 09.50 | (0/0) Kommentare | PL



